Kreisvorsitzender Hans-Peter Perschke im Interview mit der OTZ (Bild: Frank Kalla)
Kreisvorsitzender Hans-Peter Perschke gab in einem OTZ Interview erste Wegmarken aus dem Wahlprogramm der SPD bekannt.
Kreisvorsitzender Hans-Peter Perschke gab in einem OTZ Interview erste Wegmarken aus dem Wahlprogramm der SPD bekannt.
Herr Perschke, mit welchen Thema will die Sozialdemokratie beim Wahlkampf im Saale-Holzland-Kreis punkten, wo doch die CDU schon alle Schlüsselthemen für sich in Anspruch genommen hat?
Auf alle Fälle werden wir kein "Weiter so!" wie die CDU für den Landkreis propagiert, sondern auf Veränderungen drängen. Wenn wir den Landkreis erhalten wollen, dann muss man endlich an die Umsetzung eines echten Leitbildes herangehen. Wir müssen uns strategisch völlig neu aufstellen.
Das klingt etwas abstrakt...
Ist es aber nicht. Im Kern geht es um eine Modernisierung der Kreisverwaltung, um eine Neuausrichtung hin zu echter Wirtschaftsförderung. Im Moment haben wir es mehr mit einer Behinderungs- als mit einer Beförderungsbehörde zu tun. Nur wenn wir die Ansiedlungsvoraussetzungen im Kreis verbessern - dazu gehört auch eine gesunde allgemeine Infrastruktur - werden sich neue Unternehmen ansiedeln. Dann haben die Menschen und hat der Landkreis eine Zukunft. Das mit Jena initiierte Projekt JenArea in Bollberg wurde hochtrabend gestartet, ist aber auf dem Bauch gelandet. Hier müssen neue Ansätze in der Zusammenarbeit mit der Stadt gefunden werden.
In Sachen Wirtschaftskompetenz traut man der SPD eher weniger zu...
Wir sind so schlechte Typen nicht. Die Wähler brauchen nur nach Eisenberg oder Hermsdorf schauen, um sich von unserer Kompetenz zu überzeugen. Beide Städte stehen überaus solide da, sie werden nur nicht gern im Vordergrund gesehen.
Ohne Mehrheit im Kreistag bleibt alles eine Vision. Welche Zielmarke wird angepeilt?
Es wäre vermessen zu sagen, dass wir selbst die stärkste politische Kraft werden. Aber wir hoffen, dass wir durch mehr Mandate die bestehende CDU/FDP-Koalition aufbrechen können.
Gemeinsam mit den Linken?
Ich werde hier keine Koalitionsaussagen treffen. Wir konzentrieren uns auf uns selbst. In Gernewitz findet am 14. März die Nominierung unserer Kandidatinnen und Kandidaten für die Kreistags- und die Landtagswahl statt. Wir werden die Kreistagsliste voll bekommen.
Die Thüringer SPD hat unter anderem mit ihren Änderungen bei der Kinderbetreuung dafür Sorge getragen, dass Eltern in vielen Orten mehr für einen Kindergartenplatz bezahlen müssen. Haben Sie Angst, dass der Partei dies bei den Kommunalwahlen auf die Füße fallen wird? M
aßstab sind für uns die Kinder. Eine bestmögliche Betreuung und Bildungschancen für den Nachwuchs - das wünschen sich doch alle Eltern, oder nicht? Aus diesem Grund verstehen wir auch die gegenwärtige Bildungspolitik im Landkreis nicht. Der Erhalt von Klein- und Kleinstschulen ist weder zeitgemäß, noch kann man auf Dauer diese Schullandschaft erhalten.
Das wird der Wähler garantiert mit seiner Stimme honorieren, wenn Sie Schulschließungen ankündigen...
Man sollte ehrlich bleiben. Schulen, in denen es im Speisesaal schimmelt, können genau so wenig in unserem Interesse sein wie die Benachteiligung unserer Kinder. Wir brauchen starke und moderne Schulstandorte mit dem Angebot einer Ganztagsbetreuung. Das ist praxisnahe Politik.
Ist ein SPD-Kreisverband mit 65 Mitgliedern bürgernah? Der Zuspruch, den wir erfahren, zeugt von Bürgernähe und wir freuen uns über jeden weiteren Menschen, der bei uns mitarbeiten will.
Interview: Frank Kalla
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