Auf dem SPD-Kreisparteitag am vergangenen Freitag forderte Juso-Kreisvorsitzender Christian Repkewitz die SPD Altenburger Land auf, mehr Energie in die Förderung des politischen Nachwuchses zu stecken.
Während in den anderen Parteien der politische Nachwuchs mittlerweile nicht nur in den Fraktionen der Gemeinde- und Stadträte sowie dem Kreistag sitzt, sondern auch in Ausschüssen, Aufsichtsräten und als berufene Bürger seinen Dienst tut, ist dies bei der SPD im Altenburger Land noch kein ernstes Thema. Im Hinblick auf die diesjährige Fußball-Weltmeisterschaft verglich Repkewitz die momentane Situation im Kreisverband mit einer Fußballmannschaft: ?Derzeit sitzen die Jusos bei den Spielen unserer Mannschaft noch auf der Ersatzbank ? immer gern bereit, aktiv mit für den Sieg zu kämpfen. (...) Doch ist es nicht besser, ihnen das ein oder andere Testspiel zu ermöglichen und so ihre frischen Taktiken ins Mannschaftsspiel einfließen zu lassen??
Repkewitz forderte den SPD-Kreisverband im Namen der jungen Sozialdemokraten auf, z.B. bei zukünftigen Kommunalwahlen Jusos auf die aussichtsreichen Listenplätze eins bis drei zu setzen, um so einen sicheren Einstieg in die Gemeinde- und Stadträte sowie den Kreistag zu ermöglichen. Die Forderung der Parteijugend schien bereits bei den durchgeführten Wahlen zum Kreisvorstand Früchte zu tragen ? drei Jusos sind im neu gewählten Kreisvorstand der Sozialdemokraten vertreten, zwei mehr als bislang. Überdies sicherte die Mitgliederversammlung den Jusos einstimmig ein Antragsrecht bei Kreisparteitagen zu.
Auch ein Antrag, der sich mit dem Thema Rechtsextremismus beschäftigt, hatten die jungen Sozialdemokraten dem Kreisparteitag zur Abstimmung gestellt. Der sieben Punkte umfassende Antrag verpflichtet u.a. den Landrat und die (Ober-) Bürgermeister, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, Veranstaltungen und Versammlungen rechtsextremer Organisationen und Gruppierungen zu verhindern und ins Leben gerufene friedliche Gegenveranstaltungen zu unterstützen. Zudem beinhaltet der Antrag z.B. die Forderung an die Mandatsträger, ein Netzwerk verschiedenster präventiv wirkender Freizeit- und Beschäftigungsangebote zu fördern, die ein Abgleiten von Jugendlichen in ein extremistisches Umfeld verhindern. Der SPD-Kreisparteitag stimmte dem Juso-Antrag einstimmig zu.
Mit dem Ausgang der Kreisvorstandswahlen und auch der Abstimmung über die Juso-Anträge zeigte sich der am 18. März d.J. neu gewählte Kreisvorstand der jungen Sozialdemokraten sehr erfreut.