Juso-HSGen: Kritik an Einführung von Studiengebühren in NRW

Veröffentlicht am 13.06.2005 in Allgemein

Die Studiengebührenpläne von CDU und FDP in NRW zeigen wieder einmal deutlich: Union und Liberale möchten statt Chancengleichheit nur noch ein Studium für Reiche.

Berlin, 6. Juni 2005
Zur Ankündigung von CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen, vom Sommersemester 2006 an Studiengebühren in Höhe von 500 Euro erheben zu wollen erklärt Ralf Höschele, Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

?Die Studiengebührenpläne von CDU und FDP in NRW zeigen wieder einmal deutlich: Union und Liberale möchten statt Chancengleichheit nur noch ein Studium für Reiche. Wer keine reichen Eltern hat, der muss die Last einer massiven Verschuldung nach Abschluss seines Studiums tragen, was noch mehr Menschen aus finanziell schwächeren Schichten von der Aufnahme eines Studiums abhalten wird. Rüttgers (CDU) und Pinkwart (FDP) zeigen das unsoziale Gesicht der neuen Landesregierung in NRW noch bevor diese überhaupt gebildet ist. Diese elitäre und unsoziale Politik von Rüttgers will Merkel als Kanzlerin im Bund fortsetzen. Die designierte Bundesbildungsministerin der Union, Anette Schavan, macht keinen Hehl daraus, dass sie das BAföG abschaffen will. Diesem Bildungs- und Sozialabbau müssen die Studierenden deutschlandweit entgegentreten, wenn auch in Zukunft Bildung nicht nur für einen kleinen, ausgewählten Kreis zugänglich sein soll.

Studiengebühren sind in jeder Form unsozial. Durch die Einführung von Studiengebühren ab dem ersten Semester werden Bildungschancen noch stärker als bisher vom finanziellen Hintergrund des Einzelnen abhängen. Auch wenn Studiengebühren erst nach Abschluss des Studiums bezahlt werden müssen, werden ihre Auswirkungen finanziell Schwächere bis weit in die bürgerliche Mittelschicht treffen. Diesen droht in NRW ? bei Abschaffung des BAföG - ein Schuldenberg von bis zu 90.000 Euro?.

 
 

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