Judith Csutorka neue Vorsitzende der Suhler SPD

Veröffentlicht am 24.11.2009 in Allgemein

Der ASF Landesvorstand gratuliert Judith Csutorka herzlich zu Ihrer Wahl zu neuen Vorsitzenden der Suhler SPD.

Mehr dazu im einem Artikel im Freien Wort.
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Von Lilian Klement (Freies Wort vom 23.11.2009)

Die neue Frontfrau der Suhler SPD heißt Judith Csutorka

SPD setzt auf Verjüngung: 26-jährige Studentin löst Bertram Weiß ab. Thüringens Justizminister Holger Poppenhäger gehörte zu den ersten Gratulanten.

Suhl - Ein Ruck geht durch die Reihen der SPD, und ein
Nahmen Judith Csutorka in die Mitte: Justizminister Holger Poppenhäger (l.) und der scheidende, langjährige Vorsitzende des SPD-Kreisvorstandes Bertram Weiß.
Frischer Wind wehte vom Krisen-Parteitag in Dresden auch bis nach Suhl. Hier haben die Genossen am Freitagabend auf ihrem Kreisparteitag in Goldlauter eine mutige Entscheidung getroffen und für den Beginn eines Generationswechsels gesorgt. Ihre neue Vorsitzende ist jung, weiblich, ledig: Judith Csutorka. Da können die anderen etablierten Parteien CDU und Die Linke in Suhl derzeit nicht mithalten.
Und das dürfte schon zu ein wenig mehr Stolz der geschundenen SPD-Seelen beitragen, die zwar in Thüringen trotz eines mageren Abschneidens in Regierungsverantwortung kamen, aber einen bodenlosen Absturz bei den Bundestagswahlen erfahren mussten.
Ganze 26 Jahre alt ist die blonde Studentin für Sozialkunde und Geschichte in Jena. Sie gehört übrigens zu den neuen Gesichtern im Stadtrat. In der sechsköpfigen SPD-Fraktion ist sie jene, die die drittmeisten Stimmen auf sich vereinen konnte. Auch wenn sie jung ist, ganz politik-unerfahren ist sie keineswegs, als stellvertretende Juso-Vorsitzende Thüringens konnte sie sich erproben. Von der SPD-Bundestagsabgeordneten Iris Gleicke war sie im vorigen Jahr für ein Mentoringprogramm, das zum Ziel hat, junge Frauen für die Politik aufzubauen, betreut worden.
Holger Poppenhäger, der neue Thüringer Justizminister, der am Kreisparteitag in Goldlauter teilnimmt, lobt die junge Genossin, "ich traue ihr zu, dass sie die Suhler SPD erneuert." Er kenne Judith von verschiedenen Diskussionen in Erfurt. Wenn man junge Leute mit Talent habe, so der Minister, solle man ihnen vertrauen und etwas zutrauen.
Über den scheidenden langjährigen Kreisvorsitzenden Bertram Weiß weiß er nur Gutes zu sagen. Er habe den richtigen Zeitpunkt gewählt, man müsse Macht und Verantwortung abgeben können.
Bertram Weiß hält noch einmal eine leidenschaftliche Rede an seine Genossen und nimmt sich, wie man ihn kennt, kein Blatt vor den Mund. Auch was seine SPD betrifft, da findet er deutliche Worte. Hartz IV, die Rente mit 67, das seien Gründe, weswegen die Menschen von der SPD tief enttäuscht gewesen seien. "Was sind wir für ein reiches Land, und treffen solche Entscheidungen! Und dann ziehen wir auch noch nach Afghanistan."
Er appelliert an den harten Kern, der hier sitze, wieder neu an die Politik heranzugehen, um das Vertrauen der Bürger zurückzugewinnen. "Wir müssen sie einbeziehen in die Kommunalpolitik und wir müssen Neues wagen. Wir müssen die jungen Löwinnen ranlassen (Weiß hatte zum Abschied den letzten Fraktionslöwen der SPD vom Abgeordneten Rolf Baumann geschenkt bekommen) und sie dabei unterstützen." Die Ortsgruppen seien wieder zu beleben, dort müsse sachlicher Streit möglich sein, damit Ideen daraus entstünden.
Judith Csutorka sieht das nach ihrer Wahl - 25 von 29 Teilnehmern des Kreisparteitags hatten für sie gestimmt - genauso. Sie wirbt für einen fairen, vertrauensvollen Umgang miteinander. Ihr Verständnis von Parteiarbeit fasst sie in mehrere Punkte. Vor allem müssten die Mitglieder wieder mobilisiert werden. Dann sollten Fraktionen und Kreisvorstand kontinuierlich in den Ortsteilen präsent sein. Die SPD könne auch regelmäßig zu Podiumsdiskussionen in der Stadt mit kompetenten Persönlichkeiten einladen.
In der Kommunalpolitik ihrer Partei sei es notwendig, die komplizierte städtische Entwicklung von Suhl weiter nachhaltig zu begleiten. "Gute Bedingungen für junge Familien mit schaffen helfen, dafür wollen wir kämpfen." Es läge ein langer und steiniger Weg vor der Suhler SPD. "Wir müssen eine Politik der kleinen Schritte gehen, um das Vertrauen der Basis und der Wähler wieder zu gewinnen", macht sie deutlich.
Über die Arbeit der SPD-Stadtratsfraktion hatte im Verlaufe des Abends deren Vorsitzende Karin Müller gesprochen und den Teilnehmern des Kreisparteitags einen Einblick in deren Tätigkeit gegeben. Als sie sagt, dass die Fraktion sich nach der letzten Kommunalwahl von vier auf sechs Mitglieder vergrößert habe und nun drittstärkste sei, klingt Stolz in ihrer Stimme mit. Das verschaffe der SPD, die in allen Ausschüssen, in vielen Aufsichtsräten vertreten sei, "ein verantwortungsvolles Betätigungsfeld". Sie verweist ebenfalls darauf, wie notwendig es sei, die Bürger einzubeziehen und ihre Interessen und Sorgen ernst zu nehmen.
Dass die SPD sich wieder mehr von unten verstehen müsse, das machen verschiedene Redner an diesem Abend deutlich. Deutliche Worte auch in Richtung der Gäste, den Meininger Landtagsabgeordneten Rolf Baumann, und den Justizminister Holger Poppenhäger. Der hatte den Suhler Genossen - die sind ihm nicht fremd, denn er war auch vor seiner Zeit als Minister des Öfteren hier - in einer leidenschaftlichen Rede Mut gemacht, offensiv für die SPD und deren Ziele zu streiten.
Zum verjüngten Vorstand gehört Uwe Theisinger als Stellvertreter von Judith Csutorka. Verstärkung bekommt die Suhler SPD an diesem Abend auch. Die siebzehnjährige Saskia Scheler aus Wichtshausen ist nun das jüngste Mitglied. Das dürfte ältere Genossen wie Rüdiger Müller besonders gefreut haben, er gehörte vor zwanzig Jahren zu jenen, die die SPD in Suhl wieder gegründet hatten. Das war am 21. November 1989 und geschah im Pfarrhaus in Albrechts.
Neuanfänge, sie gab es in der Geschichte dieser Partei immer zur Genüge.

 
 

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