CDU-Parteichef Dieter Althaus schaltet sich in die Jenaer OB-Wahl ein. Anstatt für Klarheit bei der CDU zu sorgen, setzt er auf parteitaktische Spielchen.
SPD-Kreisvorsitzende Sabine Hemberger zu den Äußerungen von CDU-Ministerpräsident Dieter Althaus in der TLZ:
?Die Jenaer Bürger wissen selbst sehr genau, wie sie ihren OB wählen. Da brauchen sie mit Sicherheit keine Ratschläge von Herrn Althaus, der durch seine Finanzpolitik Jena ein Minus von über acht Millionen eingebracht hat.
Im Übrigen sei Althaus darauf hingewiesen, dass es nicht die SPD ist, die Probleme bei der Kandidatenfindung hat. Wir haben vier Kandidaten benannt. Bei uns kann der Bürger die Nominierung nachvollziehen. Alle anderen Parteien sind noch in den Schützengräben. Bei der CDU ist noch nicht einmal klar, wer denn die potentiellen Kandidaten sind: Dezernent Schwind, Stadtrat Seela, Fraktionschef Schenker oder gar ein Kompromisskandidat von außerhalb.
So verständlich das Ansinnen von Althaus aus parteipolitischer Taktik ist, so wenig wird es dem Anspruch an einen Oberbürgermeister gerecht. Der soll nämlich alle Bürger vertreten und nicht nur die mit schwarzem Parteibuch. Herr Röhlinger ? der im Übrigen 1990 mit Unterstützung der SPD und gegen CDU-Willen gewählt wurde ? hat gezeigt, dass dies möglich und gut für die Stadt ist.?