Saalfeld/Kamsdorf (OTZ/TS). Als "bewusste Falschmeldungen" seitens der CDU/FDP und eine unter die Gürtellinie zielende Pressekampagne bezeichnet der Kamsdorfer Bürgermeister Werner Groll (SPD) Berichte über die Tätigkeit des SPD-Kreisvorsitzenden Robert Geheeb (OTZ berichtete) für die Arge.
CDU-Mann Maik Kowalleck habe im Kreistag die Beschlüsse mit gefasst, wonach die Einstellung von Bewerbern im Ermessen der Arge-Geschäftsführung liegt. "Berechtigt nur ein CDU-Parteibuch dazu, eine Anstellung zu bekommen?" fragt Groll.
Aus arbeitsrechtlicher Sicht sei die Frage nach der Parteizugehörigkeit unzulässig, "da sie nicht im berechtigten und billigenswerten Interesse des Arbeitgebers liegt", so das Kreistagsmitglied. Die Frage der Qualifikation stelle sich vor und nicht nach der Stellenbesetzung und sei im Fall Geheeb damit zu beantworten, dass er ein Diplom in Arbeits- und Sozialrecht vorweisen könne. Dies hätte Kowalleck mit wenig Mühe recherchieren können.
27.03.2006