Christoph Matschie und Heike Taubert
Die Sozialdemokraten des Greizer Kreisverbandes stehen fest zu Christoph Matschie. Das bekräftigten die Genossen auf ihrer Mitgliedervollversammlung am Montagabend im Greizer Theaterrestaurant im Beisein des Landeschefs der SPD zum wiederholten Male.
Schon die Urwahl hatte seinerzeit im Kreisverband diesbezüglich keine Zweifel aufkommen lassen, erinnerte Heike Taubert gestern im Telefonat mit der OTZ. 63 Prozent der Genossen hatten den Weg in die vier Wahllokale des Landkreises gefunden und ihre Stimme abgegeben. 95 Prozent von ihnen votierten für Matschie. Auf dem Landesparteitag in Erfurt, der am 7. Juni ins Haus steht, wollen die Greizer SPD-ler Matschie unbeirrt zur Seite stehen, wie Landesvize-chefin Heike Taubert bekräftigt.
Der Wegfall der Stichwahl bei den Bürgermeisterwahlen, der von der CDU im Landtag vorgeschlagen wurde, trifft auf wenig Gegenliebe bei der SPD, spricht Taubert ein aktuelles landespolitisches Thema an. "Das jetzige Wahlprozedere wird diesem wichtigen kommunalen Amt gerecht." Auch die Tatsache, dass in Nordrhein-Westfalen die Stichwahl gestrichen wurde, überzeugt sie nicht, da es noch keine Erfahrungen dazu gäbe.
Das Umfragetief, in dem die SPD bundesweit steckt, macht den hiesigen Sozialdemokraten natürlich auch zu schaffen. Kritik und Skepsis belasten. Deshalb habe man Montagabend mit Christoph Matschie auch darüber diskutiert. "Wir fühlen uns als Thüringer nicht schuld daran", betont die Greizer Kreisvorsitzende Heike Taubert. "Wir wünschen uns, dass sich Kurt Beck eindeutig zur Kanzlerkandidatur positioniert, klare Aussagen zu dieser Personalfrage trifft. Wir wollen wieder zur Sachpolitik zurück kehren", macht die Sozialdemokratin die Forderung der Parteibasis deutlich.
Quelle (Text): OTZ, Lokalredaktion Greiz, Ausgabe vom 22.05.2008;
Quelle (Foto): OTZ/Christian Freund