Gerechte Rente in Ost und West

Veröffentlicht am 07.02.2013 in Soziales

Fast 100 Gäste waren gekommen um beim Bürgerdialog der SPD Thüringen in Suhl mit der Südthüringer Bundestagsabgeordneten und SPD-Rentenexpertin Iris Gleicke, SPD-Landeschef Christoph Matschie und dem DGB-Gewerkschaftssekretär über die Zukunft der Rente zu diskutieren.

„Ist die Rente noch sicher?“, mit dieser auf dem berühmten Norbert-Blüm-Zitat basierenden Frage startete Moderatorin Diana Lehmann in die Diskussion. Iris Gleicke skizzierte zunächst die Eckpunkte des Rentenkonzeptes der SPD:

Die Angleichung der Rentenberechnung in Ost und West, denn mehr als 20 Jahre nach der Wiedervereinigung wird es Zeit dafür.

Einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro, denn nur aus guten Löhnen werden gute Renten.

Das Rentenniveau bis Ende des Jahrzehnts stabil halten.

Eine Solidarrente von 850 Euro für alle mit 30 Beitrags- und 40 Versicherungsjahren.

Einig waren sich sowohl Christoph Matschie, als auch Gewerkschafter Thomas Schmidt, das ein besseres Rentenniveau und damit moderat steigende Beiträge bis 2030, dem Beitragsunterbietungswettbewerb von Schwarz-Gelb und damit absinkenden Renten vorzuziehen wäre.
Ein Plädoyer für einen gesetzlichen Mindestlohn mit der erreichbaren Perspektive von 8,50 Euro, statt einer Wünsch-Dir-Was-Diskussion, wie sie von der Linkspartei geführt wird, hielt Thomas Schmidt. Der Zusammenhang von gerechten Löhnen und guten Renten wurde auch in den Wortmeldungen des Publikums deutlich. Dass ein einheitliches Rentensystem in Ost und West wünschenswert ist, auch wenn es den Aufwertungsfaktor für Arbeitnehmer ab 2020 dann nicht mehr gibt. war einhellige Meinung im Publikum. Und so endete der Abend, wie er begonnen hatte, mit einem leidenschaftlichen Beitrag von Iris Gleicke für das Rentenkonzept der SPD, an dem die Chefin der ostdeutschen SPD-Bundestagsabgeordneten maßgeblich mitgeschrieben hat.

 
 

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