Der seit 1984 bestehende und bisher jährlich erscheinende Waldzustandsbericht, früher Waldschadensbericht, soll laut Aussagen des Bundesministers für Landwirtschaft Horst Seehofers in dieser Form abgeschafft werden.
An Stelle des jährlichen Berichts soll nun ein Vierjahresrhythmus im Zuge des Bürokratieabbaus eingeführt werden.
?Grundsätzlich halte ich eine Verlängerung des Erscheinungszeitraumes für vernünftig?, so Dr. Gerhard Botz, waldpolitischer Sprecher der SPD-Arbeitsgruppe für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
Dr. Botz weiter: ?Ein jährliches Erscheinen des Waldzustandsberichtes ist in der Tat ein zu hoher Aufwand verglichen mit dem Informationsgehalt, der jährlich erbracht werden kann.?
?Jedoch halte ich einen 4-jährigen Erscheinungsrhythmus für nicht vertretbar. Die gesellschaftliche Verantwortung für unsere Wälder erfordert aus meiner Sicht zumindest einen Waldzustandsbericht im 2-jährlichen Turnus. In Zeiten von Klimawandel und den starken Belastungen durch Schadstoffe, ist es weiterhin sehr wichtig, nicht nur die Beobachtungen im Zweijahresrhythmus fortzuführen, sondern auch das Thema öffentlich zu diskutieren?, so der Thüringer Abgeordnete Botz.
?Trotz der berechtigten Bestrebungen den bürokratischen Aufwand deutlich zu reduzieren, dürfen wir nicht Gefahr laufen, das Kind mit dem Bade auszuschütten.?