Am Bestand der Regelschulen in Warza und in Molschleben will die SPD nicht rütteln. Auch wenn beide Schulen klein sind und nahe beieinander liegen, hält sie eine Zusammenlegung für unzumutbar: "Der Transport der Schüler ist das Problem. Wer an den Kreisgrenzen wohnt, wäre eine Stunde unterwegs. Zu viel", sagt Fraktionsvorsitzende Gabriele Reichenstein.
Kritik schickt die SPD in Richtung Verwaltung und fordert für künftige Entscheidungen eine integrierte Schulnetzplanung. "Es müssen alle Schulen im Paket betrachtet werden und wenigstens informell gehören auch die Schulträger-Städte mit an den Tisch", fordert der bildungspolitische Sprecher Prof. Manfred Eckert. Als Begründung führt seine Fraktionsvorsitzende das Beispiel der Grundschule Goldbach an: "Dort ist es eng, und es wurde nicht investiert. In Warza gäbe es unter dem Dach der Regelschule genug Platz für die Grundschüler". Solche Überlegungen seien nicht möglich gewesen, da der Plan für die Grundschulen schon beschlossen ist.
Die Regelschulen in Crawinkel und in Ohrdruf will die Fraktion einzügig erhalten. Sie hält es für falsch, Schulraum in Crawinkel zu vernichten, wenn in Ohrdruf in spätestens zehn Jahren für die Grundschule gebaut werden müsste.
Ein Knackpunkt war auch die Diskussion um den Schulstandort Tambach-Dietharz oder Georgenthal. Die SPD plädiert dafür, Tambach-Dietharz zu erhalten - mit einer Übergangsfrist von einem Jahr, damit die "beide überzeugenden Schulkonzepte" vereinbart werden können. "Ausschlaggebend für uns sind die Schulkonzepte", so Reichstein. Das berufsorientierte der Tambacher sei ortsgebunden, das reformpädagogische der Georgenthaler auch am anderen Standort realisierbar. Zudem müssten zwei Drittel der Georgenthaler bereits Bus fahren. Ins Georgenthaler Gebäude könnte die Grundschule einziehen.