Genmais: Blindlings in die Gefahr

Veröffentlicht am 21.04.2008 in Gesundheit

Sven Schrade

„Der Genmais ist sicher“, so gestern die Befürworter des Genmaisanbaus auf einer Podiumsveranstaltung im Reussischen Hof in Schmölln zum Anbau von gentechnisch verändertem Mais im Umkreis der Sprottestadt. Dass es am gestrigen Abend emotional hoch herging, dürfte angesichts der Gefahren von Genmais, die durch gründliche Untersuchungen zu Tage befördert wurden, verständlich sein.

Versuche an Mäusen durch den Saatgutriesen Monsanto fanden beispielsweise in sehr viel kleinerem Umfang statt als offiziell bekannt gegeben wurde.

Bei wiederum einer anderen Versuchsreihe an Mäusen mit transgenem Mais, der nun ein Schädlingsgift gegen den Maiszünzler selbständig produzieren kann, zeigten alle diese Tiere allergische Reaktionen auf. Welche Auswirkungen mag das auf die Menschen haben, die letztlich gentechnisch veränderten Mais in irgendeiner Form zu sich nehmen?

Auch sind die Folgen für Bauern, die konventionellen Anbau betreiben, sowie für Imker schon jetzt absehbar: Der Flug von Maispollen endet nicht an der Ackergrenze. Da reichen keine politisch verordneten 300 Meter Abstand zu umliegenden Flächen. Andere Bauern werden so unversehens zu Genpflanzenlieferanten – ohne ihre Zustimmung. Und im Honig finden sich ebenso Maispollen. An sich nichts Dramatisches. Doch wenn Imker ihren Abnehmern vertraglich gentechnikfreien Honig zusichern müssen, was sie bei einem nahe liegenden Genmaisfeld nicht können, steht ihre berufliche Existenz auf dem Spiel.

Da stellt sich schließlich die Frage: Für wen ist denn Genmais eigentlich sicher? Für den Verbraucher, für den Imker oder doch nur wirtschaftlich sicher für den Saatgutriesen Monsanto und seine Vertragspartner, der augenscheinlich bei den Behörden in den USA und bei der Europäischen Union in Brüssel gute Lobby-Arbeit geleistet hat? Ist das ein Grund, den Anbau von transgenem Mais zu befürworten?

Nein, es muss doch nach den Ursachen gefragt werden, warum der Maiszünzler - der angebliche Grund bt-Mais in der Region anzubauen – auf einmal auf dem Vormarsch ist. Liegt es vielleicht am falschen Resistenzmanagement der Anbauer oder der pfluglosen Bodenbeackerung, die für die rasante Ausbreitung des Schädlings verantwortlich gemacht werden können? So lange die Gefahren für die Menschen jetzt und zukünftig noch nicht absehbar sind, sowie die aufgeworfenen Fragen nicht geklärt sind und keine seriösen Untersuchungsergebnisse seitens des Saatgutriesens Monsanto vorliegen, tut die Agrargenossenschaft Schmölln gut daran, den Anbau zu stoppen. Über die Köpfe der Schmöllner Bürger hinweg darf nicht entschieden werden. So könnte womöglich das passieren, was einige der anwesenden Landbesitzer ankündigten:

„Unsere Pachtverträge verlängern wir mit der Schmöllner Agrargenossenschaft nicht mehr, sollte der Genmais angebaut werden!“

Sven Schrade, SPD Schmölln

 
 

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