Auch 86 Jahre nach der brutalen Erschießung von 15 Arbeitern aus Thal versammelten sich 50 Bürgerinnen und Bürger am 25. März auf dem Thaler Friehof, um deren zu gedenken. Auch die Landtagsabgeordnete Sabine Doht zählte zu den Anwesenden.
Karl, Ernst und Fritz Füldner, Karl und Paul Schröder, Kurt und Gustav Soldan, Gustav Wedel, Rudolf Rosenstock, Alfred Rössinger, Reinhold Steinberg, Alexander Hartmann, Paul Döll, Otto Patz und Karl Hornschuh haben bis zu jenen Vorgängen im März 1920 als unbescholtene Bürger hier im Ort gelebt.
Sie büßten als angebliche Rädelsführer ihr Leben ein.
Ihr "Verbrechen" bestand darin, daß sie den Aufruf der Landesregierung des Freistaates Gotha vom 13. März 1920 befolgt hatten, in dem sie in Thal eine Arbeiterwehr zum Schutze ihres Heimatortes bildeten.
Unsägliches Leid wurde damit über die betroffenen Familien gebracht.
Es wurde nie gesühnt.