Fortschreibung des Schulnetzes in der Diskussion

Veröffentlicht am 04.02.2011 in Stadtrat

Sozialdemokraten hoffen auf breiten Konsens

Die anstehende Fortschreibung des Eisenacher Schulnetzes gehörte zu den Themenschwerpunkten beim jüngsten Polit-Stammtisch der SPD Eisenach-West in der Gaststätte „Am Teich“. Die in den letzten Jahren vollzogenen oder aktuellen umfassenden Sanierungen der Jacob-, Hörsel- und Wartburgschule wurden von allen Teilnehmern ausgesprochen positiv bewertet. Möglich wurde dies durch nachhaltige Programme der ehemaligen CDU/SPD-Bundesregierung.

Dies führe in den betreffenden Bildungseinrichtungen, so SPD-Kreisvorsitzender und Stadtratsmitglied Torsten Tikwe, zu deutlich verbesserten Lernbedingungen und Einsparungen bei den Betriebskosten. Dennoch bestehe in den städtischen Schulen noch ein Investitionsbedarf von über 9 Millionen Euro. Jetzt gelte es, so SPD-Ratsmitglied Thomas Levknecht, das bis zum Sommer 2012 gültige Schulnetz fortzuschreiben. „Die Schülerzahlen, der bauliche Zustand der Gebäude, räumliche Voraussetzungen und betriebswirtschaftliche Kennzahlen sind in Einklang mit bestmöglichen Lernbedingungen für unsere Kinder zu bringen. Das wird eine ganz schwere und sicherlich nicht schmerzlose Aufgabe“, weiß Thomas Levknecht. Ein schlüssiges Gesamtkonzept mit
möglichst breitem Konsens bei Schülern, Eltern und Lehrer sowie Verantwortungsträgern der Stadt, darauf hofft der SPD-Vertreter im zuständigen Fachausschuss des Stadtrates. Eine Einzelentscheidung wie zur Grundschule in Neuenhof war auf den Widerstand der SPD-Stadtratsfraktion gestoßen. Dass im Zuge dieser Diskussion Lernmethoden der Grundschule Neuenhof mit denen der Hörselschule gegeneinander aufgewogen wurden, fand beim SPD-Stammtisch kritische Töne. Einige Gäste aus der Oststadt brachten das Für und Wider einer in der Diskussion befindlichen Standortverlegung der Grundschule „Am Petersberg“ mit in das Gebäude der Regelschule „Oststadtschule“ ins Gespräch. Die ideale Freifläche für Grundschüler in der Langensalzaer Straße, vielerlei Befindlichkeiten und Ressentiments (begründet oder unbegründet?!) wurden vorgetragen. Gute räumliche Bedingungen einschließlich einer bestens sanierten Sporthalle sprächen für das Gebäude in der Altstadtstraße.
Deutlich herausgestrichen, die Stadt Eisenach brauche zwei inhaltlich unterschiedlich ausgerichtete staatliche Gymnasien, das Ernst-Abbe- und das Elisabeth-Gymnasium. Das sei beim Zuzug für junge Familien wichtig, betonte ein Diskussionsteilnehmer.
„Harte fachliche Diskussionen stehen in den nächsten Wochen und Monaten an. Es gilt vieles abzuwägen. Wir haben Verantwortung für das Ganze, für unsere Stadt Eisenach“, betonten Torsten Tikwe und Thomas Levknecht. Populistische Parolen seien diesem hochsensiblen Thema mehr als abträglich, waren sich alle Teilnehmer des SPD-Stammtisches einig.

Th. Levknecht

 
 

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