Erste Steine des Gedenkens in Bad Salzungen verlegt

Veröffentlicht am 11.08.2009 in Allgemein

Die ersten neun Stolpersteine zum Gedenken an ehemalige jüdische Bürger Bad Salzungens verlegte der Kölner Bildhauer Gunter Demnig an drei verschiedenen Stellen in der Kur- und Kreisstadt.

"Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist." An diese Worte aus dem Talmud erinnerte der Künstler Gunter Demnig im Rathausfoyer.
Um jegliche Erinnerung an die 12 jüdischen Familien die vor der NS Zeit in Bad Salzungen wohnten zu tilgen, wurden 1942 im Rathaus sämtliche Dokumente über diese Familien vernichtet.

Den Recherchen Bertram Englers ist es zu verdanken, dass im Alltag an das Schicksal der jüdischen Mitbürger Bad Salzungens aufmerksam gemacht werden kann, so Bürgermeister Bohl.

Viele Bürger hatten sich am Vormittag eingefunden, um das Setzen der ersten Steine mitzuerleben. Darunter auch die Bad Salzunger Sozialdemokraten Thomas Fischer und Susanne Heymel und Günter Pohl.

Darunter auch Schüler der 1. Stadtschule, die mit einem ergreifenden Vortrag im Rathausfoyer die Veranstaltung würdig umrahmten.

In der Ratstrasse wurden vier „Stolpersteine“ verlegt, drei tragen Namen der Familie Weinmann einer ist Ida Hoffman gewidmet.

Am Markt wurden drei Steine zum Gedenken an die Familie Eisemann verlegt.
In der Michaelisstrasse 7, der damaligen Bahnhofstrasse 1, sollen zwei Steine an Berta und Vera Eisemann erinnern, die wie viele Bad Salzunger Juden im Vernichtungslager Belzyce ermordet wurden.

Nach der Verlegung der „Stolpersteine“ wurden die Namen ihrer Spender genannt und ihnen gedankt, darunter Vereine und Privatpersonen.

Zum Gedenken legten auch einige Bürger Blumen an den Stellen der frisch verlegten Stolpersteine nieder.

 
 

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