Die SPD hat in ihrer Arbeit der vergangenen Monate immer wieder deutlich gemacht, dass die Investitionen in die Infrastruktur der frühkindlichen Bildung auch in der kommenden Legislaturperiode weitergehen müssen und werden. „Trotz knapper finanzieller Mittel haben die Investitionen in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen für uns Sozialdemokraten oberste Priorität.“ unterstreicht SPD-Stadtrat und Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses Denny Möller die Forderung der SPD nach einem „Investitionsprogramm für Erfurter Kindertageseinrichtungen 2015 – 2018 “.
Die Landeshauptstadt Erfurt hat zwischen 2006 und 2013 insgesamt rund 26,1 Mio. Euro städtischer Mittel in die Sanierung der Kindertageseinrichtungen investiert. Auch im Jahr 2014 wird die Stadt wieder rund 6 Mio. Euro investieren Dies allein entspricht den Gesamtinvestitionen aus den Jahren 2003, 2004 und 2005 zusammengenommen, als die SPD nicht den Oberbürgermeister stellte.
„Dass diese Summe bislang nicht ausgereicht hat, um alle Einrichtungen „durchzusanieren“, ist dabei vor allem dem positiven Umstand geschuldet, dass sich Erfurt seit der Amtsübernahme von Oberbürgermeister Andreas Bausewein aus einer tiefen Stagnation gelöst und zu einer der attraktivsten Städte Deutschlands, mit einer positiven Bevölkerungsprognose, entwickelt hat“, so der stellv. SPD-Kreisvorsitzende René Lindenberg. „Die Investitionen der vergangenen Jahre trugen dieser Entwicklung bereits Rechnung. Nun geht es darum Erfurt bis 2018 zur Kita-Vorbildstadt zu entwickeln, dafür schlagen wir eine Erfurter Kita-Offensive vor“, so Lindenberg
Die Erfurter Kita-Offensive soll folgende Schwerpunkte enthalten:
- Vorfahrt für Bildung. Durch Priorität für Bildungsinvestitionen in den kommenden 4 Jahren.
- Investitionsoffensive Kita. Durch zusätzlich 20 Millionen für Kita-Investitionen bis 2018.
- Vergabegerechtigkeit. Umsetzung der zentralen Kita-Platzvergabe
- Investitionsoffensive Grundschulen. Vorbereitung der Grundschulen auf die starken Geburtsjahrgänge mit zusätzlichen finanziellen Mitteln.
„Ein solches Investitionsprogramm wird ein Kraftakt für unsere Stadt“, ist sich Jugendhilfeausschussvorsitzender Denny Möller sicher. „Mit Blick auf die Zukunft unserer Kinder muss er jedoch gelingen. Dafür müssen sich Stadtrat und die gesamte Stadtverwaltung bei der Prioritätensetzung im Haushalt der nächsten Jahre einig sein. Die Devise muss heißen: Vorfahrt für gute Bildung.“
Laut Möller soll mit dem geforderten Investitionsprogramm ausdrücklich auch der Fortbestand der Kita „Villa-3-Käse-hoch“ gesichert werden. „Es ist uns wichtig, den Kindern und Eltern der ‚Villa 3 Käse hoch’ gute Übergänge in die Schule zu ermöglichen und die Kitaplätze für das Wohnquartier zu erhalten. Das kann über eine dauerhafte Instandsetzung des Gebäudes ebenso erfolgen, wie über einen Neubau im Wohnumfeld der ‚Villa-3-Käse-hoch’, der die bereits bestehende Nachfolge-Kita „Rasselbande“ ergänzt. Entscheidend ist es wohnortnahe Kita-Plätze zu erhalten. Wir schaffen mit unserer Kita-Offensive keine Sonderregelung für die ‚Villa-3-Käse-hoch’, sondern lösen die grundsätzliche Frage wohnortnaher Kita-Plätze mit einem Gesamtkonzept“, so Möller.