Ursula Engelen-Kefer stellte ihr Buch „Eine Verlorene Generation?“ in der Friedrich-Ebert-Stiftung vor und bezeichnete die Veranstaltung als einen Auftakt für den Europawahlkampf in Thüringen.
Sie beleuchtete die Probleme der Jugendarbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit in den Krisenländern Europas und analysierte die wirtschafts- und sozialpolitischen Hintergründe. Dabei kritisierte sie insbesondere die unterschiedliche Politik der Mitgliedsstaaten und den Einfluss der europäischen Wirtschaftspolitik auf die Tariflöhne. Außerdem fehle es dieser Thematik im Vergleich zur Banken- und Finanzkrise an Präsenz in den Medien. Auch die Mittel des Europäischen Sozialfonds seien erschreckend gering, wenn man sie in Relation zu den Rettungspaketen betrachte. Abschließend rief Ursula Engelen-Kefer dazu auf, gemeinsam eine Zukunft für junge Menschen in Europa zu schaffen.
Die anschließende Podiumsdiskussion wurde von Jakob von Weizsäcker moderiert. Zusammen mit dem Vorsitzenden der DGB-Jugend Erfurt, Johannes Feutlinske und Daniel Herold, Gewerkschaftssekretär Ver.di Jugend Thüringen, kam man ins Gespräch mit dem Publikum.