Als wichtiges öffentliches Bekenntnis zum Erhalt und zur
Weiterentwicklung des Kulturlandes Thüringen, begrüßt Hans-Jürgen
Döring, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, den
1. Kulturtag Thüringen am 6. Juli.
Die Kulturinitiative Thüringen zeige
mit ihrer Aktion mustergültiges bürgerschaftliches Engagement im
Kulturbereich. „Daran kann sich die Landesregierung ein Beispiel nehmen,
denn eigentlich ist eine solche Präsentation des Kulturlandes Thüringen
und seines einzigartigen Reichtums deren ureigene Aufgabe“,
sagt Döring. In der Regierung werde Kultur aber lediglich verwaltet und
vor allem als störender Kostenfaktor wahrgenommen.
„Aus dieser erschreckenden Haltung resultieren dann Streichlisten wie
die berüchtigte
´Modellrechnung’ zur Theater- und Orchesterfinanzierung“,
kritisiert der Kulturpolitiker.
Dass die vom Kultusminister angedrohte Zerschlagung der Thüringer
Theater- und Orchesterlandschaft nicht Realität geworden sei, sei allein
dem hohen Engagement der Bürger vor Ort zu verdanken. „Die CDU hat bis
heute nicht erkannt, über welch einen Schatz Thüringen mit seinem
reichen und vielfältigen kulturellen Erbe verfügt“, sagt Döring
weiter. Ein Beleg dafür seien die erneuten Mittelkürzungen bei
Bibliotheken sowie Musik- und Jugendkunstschulen im aktuellen
Landeshaushalt. Döring fordert daher alle Thüringer auf, sich aktiv am
1. Kulturtag zu beteiligen. So werde dem anhaltenden Kulturabbau ein
deutliches Stoppsignal entgegengesetzt.