
Der Fachschaftsrat für Politik und Soziologie der FSU Jena veranstaltete in diesem Monat zwei Podiumsdiskussionen zum Superwahljahr. Nach der ersten europapolitischen Veranstaltung stand am 19. Mai die Kommunalpolitik im Mittelpunkt.

Der Fachschaftsrat für Politik und Soziologie der FSU Jena veranstaltete in diesem Monat zwei Podiumsdiskussionen zum Superwahljahr. Nach der ersten europapolitischen Veranstaltung stand am 19. Mai die Kommunalpolitik im Mittelpunkt.
Die Vertreter der im Jenaer Stadtrat vertretenen Parteien und Wählervereinigungen - Reyk Seela (CDU),
Thomas Nietzsche (FDP), Markus Giebe (SPD), Jennifer Schubert (Grüne), Karin Kaschuba (Linke) und Eckhard Birckner (Bürger für Jena) - stellten sich den Fragen des Moderators Lutz Prager (OTZ) und eines überwiegend studentischen Publikums.
Auf ein für die Zuhörer besonders interessantes Thema wurden die Kandidaten gleich zu Beginn angesprochen: „Ist Jena ein Studentenparadies und welchen Beitrag kann der Stadt-rat zur Weiterentwicklung leisten?“ In den Antworten kristallisierte sich neben der Gewährleistung attraktiver Kultur- und Freizeitangebote sowie Nahverkehrslösungen der Erhalt und Ausbau kostengünstigen Wohnraums als die entscheidende Aufgabe heraus.
Der hochschulpolitisch erfahrene Markus Giebe (SPD) sprach sich zudem gegen eine Zweitwohnsitzsteuer und Anreizsysteme zur Hauptwohnsitznahme in Jena aus und formulierte damit ein Anliegen, das von allen Podiumsteilnehmern geteilt wurde.
Generell überraschten die Stadtratskandidaten mit einer wenig kontrovers geführten Diskussion zu Stadtentwicklungsfragen, wie etwa der Gestaltung des Insel- und Eichplatzes oder dem Bau einer Mehrzweckhalle. Vorsichtig bis skeptisch äußerten sie sich zum Vorhaben des Stadionumbaus, für den der Verein zuallererst ein Finanzierungskonzept vorlegen muss.
Anlässlich aktueller rechtsextremer Übergriffe wurde schließlich aus dem Publikum auch die Frage ans Podium herangetragen, wie auf dieses Problem reagiert werden könne. Markus Giebe (SPD) regte daraufhin an, die Aktion Noteingang (www.aktion-noteingang.de/) auch in Jena zu etablieren und Betroffenen von rechtsextremer Gewalt auf diesem Wege öffentlich Schutz und Hilfe zu signalisieren.
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