In mehr als zwei Jahren haben die Landkreise Ilm-Kreis, Hildburghausen und Schmalkalden-Meiningen mit ihren Partnern in den Verkehrsbetrieben die Bedingungen geschaffen, den Bahnbetrieb zum Bahnhof Rennsteig zukunftsträchtig zu organisieren und landkreisübergreifend Bahn- und Busverkehr miteinander zu verknüpfen. Ein Erfolg für die Bewohner unserer Landkreise und auch für die Realisierung der Ilmenauer Touristikkonzeption.
Die Züge mit den Dampfloks von Ilmenau zum Bahnhof Rennsteig sollen in einigen Jahren zu den Alleinstellungsmerkmalen Ilmenaus und des Ilm-Kreises gehören. Dieses Ziel lassen wir uns nicht durch den Thüringer CDU-Verkehrsminister Herrn Christian Carius gefährden. Den ersten Schritt ist er jetzt auf diesem schädlichen Weg gegangen, indem er durch seine Arbeitsweise den Beginn des planmäßigen Bahnbetriebs mit dem Fahrplanwechsel am 15. Juni 2014 zum Bahnhof Rennsteig in Frage stellt.
Die Empörung unserer Landrätin und ihrer Partner ist verständlich. Im Vorfeld der Landtagswahlen fällt das Fehlverhalten des CDU-Verkehrsministers besonders auf. Allerdings brauchen die begründeten Emotionen der Landrätin keinen Bezug zu den Verbrechen deutscher Kolonialpolitik in Südwestafrika. „Hottentottenland“ war ein Fehlgriff in ihrer Wortwahl.