Tradition und Moderne, Natur und Kultur, im Sommer wie im Winter – die Rhön hat zu allem viel zu bieten. Gerade die Thüringer Rhön ist noch immer ein Geheimtipp unter jenen, die sich nach Ruhe und Entspannung sehnen aber auch für Brauchtum und regionale Gepflogenheiten interessieren.
Von Rolf Baumann
Die Thüringer Rhön wurde in der Vergangenheit aus tourismuspolitischer Sicht immer vernachlässigt – und dass nicht nur innerhalb Thüringens, sondern auch gegenüber der bayrischen und hessischen Rhön. Erst kürzlich mussten ihre Bewohner wieder einen herben Rückschlag hinnehmen. Mit dem Scheitern der B87n sind wir Politiker mehr denn je in der Pflicht, den Menschen in der Rhön endlich eine Zukunftsperspektive zu geben. Sie haben es verdient! Viel zu lange wurden die Zeichen der Zeit übersehen, mit dem Ergebnis, dass gerade einmal 8,0 Prozent der Übernachtungszahlen der gesamten Rhön auf den Thüringer Teil entfallen.
Wir müssen für unsere Region aber auch einfach an die Zukunft denken und neue, kreative Wege gehen, um die Attraktivität der Region auch über den Tellerrand der Rhön hinaus, für die breite Gesellschaft zu erhöhen. Dafür stehe ich ein und verteidige das Projekt auf der Hohen Geba. Auch wenn dabei immer ein gewisses Risiko besteht – jedes Projekt und jede Investition birgt gewisse Risiken!
Hier geht es nicht darum Weltrekorde mit dem von Menschenhand geschaffenen schiefsten Turm der Welt zu brechen. Es soll vielmehr ein Besucher- und Erlebniszentrum für Jung und Alt, für Naturfreunde und Hobby-Astronomen entstehen, dass verschiedene Freizeitgestaltungs- und Erkundungsmöglichkeiten bietet. Denn dort soll nicht einfach nur ein „schiefer Aussichtsturm“ auf das Plateau der Hohen Geba gestellt werden. Im Kern geht es darum, die Besonderheit der Thüringer Rhön, die Aura und den Charakter der Region hervorzuheben, Menschen auch aus anderen Regionen zu uns zu locken und an diesem besonderen Fleckchen Erde teilhaben zu lassen. Dafür ist es eben notwendig zu investieren, nicht nur auf dem Geba-Berg sondern in unserer gesamten Rhön. Ich streite seit langem eifrig in Erfurt für die Belange unserer Bürger und die Vision des Rhön-Konzeptes. Am Freitag den 7.02. wird auch unser Wirtschaftsminister Uwe Höhn (SPD) in der Hohen Rhön vor Ort sein und Fördermittel in Höhe von knapp 1 Millionen Euro für das Projekt Arche Rhönwald übergeben. Man sieht also, dass diese Visionen so langsam aber sicher Gestalt annehmen.
Und deshalb sehe ich das Vorhaben ganz klar als ein Leuchtturmprojekt für die gesamte Rhön, und darüber hinaus, sowie als gute Investition in die Zukunft unserer Heimatregion und in ihre Bürgerinnen und Bürger. Dafür habe ich mich eingesetzt und es ist gelungen, dass Fördergelder für die Thüringer Rhön bereitgestellt werden.
Ich werde mich auch weiterhin entschieden für die Realisierung der für die Region innovativen Projekte einsetzen, und dass nicht nur in meiner Funktion als Politiker, sondern auch als hier in der Region verwurzelter Bürger. Mein handlungsleitendes Motiv ist es nicht nur orientierungslos alles und jeden zu kritisieren oder schlecht zu reden. Ich möchte aktiv etwas für die Region tun und bewegen. Wir müssen schließlich auch an die Zukunft unserer Kinder und deren Kinder denken! Für junge Menschen wäre das Projekt mit Sicherheit eine gute Investition in die Zukunft.
Den Vorwurf der Steuerverschwendung kann ich in diesem Sinne nur entschieden zurückweisen. Die anberaumten Fördermittel sind eben gerade für solche touristischen Leuchttürme da. Und davon sollte auch endlich die Thüringer Rhön profitieren.