Juso-Landesausschuss tagt im Kreis
Saalfeld. Am vergangenen Samstag waren die VertreterInnen des Juso-Landesausschusses zu Gast im Arthur-Hofmann-Haus in Saalfeld. Der Landesausschuss fördert die kontinuierliche inhaltliche Arbeit des Landesverbandes und unterstützt die Kooperation zwischen den entsandten Vertreterinnen und Vertretern der Juso-Kreisverbände. Neben der Diskussion der Wahlmanifeste für die Landtags- und Bundestagswahlen standen auch eine Reihe von Beschlüssen auf der Tagesordnung. So wurde der nachfolgende Antrag des Landesarbeitskreises Umwelt und Energie einstimmig beschlossen.
Die Energieversorgung der Zukunft
Die Energiepolitik muss sich neuen Herausforderungen stellen. Steigende Anforderungen an den Klimaschutz und die Ressourcenschonung sind unabwendbar.
Die energiepolitischen Ziele müssen sich an einer sicheren, preisgünstigen und umweltverträglichen Erzeugung von Energie ausrichten. Dieser Weg kann nur über den verstärkten Einsatz von erneuerbaren Energien führen, die gleichzeitig eine Reduktion des Ausstoßes von Kohlenstoffdioxid (CO2) bedeuten. Die Thüringer Jusos setzen sich für eine CO2-freie Energieversorgung ein. Stromerzeugung kann grundsätzlich über die Nutzung erneuerbarer Energien wie Wind, Fotovoltaik, solarthermische Kraftwerke, Wellen- und Strömungsenergie, Geothermie, Wasserkraft oder Biomasse erfolgen. Der Einsatz von Kohle- und Erdgaskraftwerken soll langfristig eingeschränkt werden. Kernspaltung ist aus ökonomischen Gründen, wegen des technischen Risikos sowie der unlösbaren Endlagerfrage und auch der Begrenztheit von Kernbrennstoffen abzulehnen. Mit der Einführung von anderen Quellen in der Energieversorgung müssen auch neue Strukturen einhergehen. Durch die Verstaatlichung der Netze, muss die Energieversorgung kommunalisiert und individualisiert werden, um Versorgungssicherheit im Bereich der erneuerbaren Energien zu gewährleisten und den Aufwand der Bereitstellung zu reduzieren, der im Bereich des Atomstroms besonders hoch ist (bspw. Uranbergbau, Transportabsicherung). Die Energiekonzerne wollen aufgrund ihrer Vorherrschaft auf dem Energiemarkt und der hohen eingefahrenen Gewinne nicht in die nachhaltigen Zukunftstechnologien investieren. Die Kommunalisierung und Individualisierung verlagert die Energiegewinnung direkt zum Endverbraucher. Größere Anlagen werden durch die Kommunen bereitgestellt, mittlere Anlagen funktionieren durch Gemeinschaften und Solarthermie, Geothermie und Fotovoltaik können durch Einzelnutzer und kleinere Gruppen genutzt und Überschüsse gespeichert oder in Netz eingespeist werden. Darüber hinaus müssen vom Land Wohnungsbauprojekte unterstützt werden, die sich den Niedrigenergiebauten widmen.