Die Belegschaft in Oberzella will 90 Jahre Geschichte nicht „schließen lassen wie einen alten Aktendeckel, STZ v. 1.4.09

Veröffentlicht am 01.04.2009 in Arbeit & Wirtschaft

Bernd Messerschmidt SPD, Betriebsratvorsitzender Nexans Vacha

Oberzella – Plakate, Trillerpfeifen, Transparente, viele Menschen mit ernsten Gesichtern – aber es bricht strahlender Sonnenschein durch den Nebel, als Bernd Messerschmidt, Betriebsratsvorsitzender am Standort Oberzella des Kabelwerks Nexans die Betriebsversammlung vor dem Werkstor eröffnet:
„Die Sonne scheint, die Sonne lacht, das hat der DGB gemacht.“
„Wichtig für uns“, sagt Uwe Laubach, den Bernd Messerschmidt wohl nicht ohne Grund „unseren 181. Mitarbeiter im Haus“ nennt,

„ist, dass ihr alle hier seid“ – Gewerkschafter aus anderen Bundesländern, zwei Mitglieder des europäischen Betriebsrats aus Norwegen und Frankreich, die Teilnehmer der DGB-Radtour von Mannheim nach Berlin.
Sie alle versichern die Nexans-Belegschaft ihrer Solidarität. „Ihr macht‘s richtig“, sagt Rainer Bliesener, Vorsitzender des DGB in Baden-Württemberg. „und wir unterstützen euch gern“.
Jeder Arbeitsplatz, der erhalten werde, „ist einer für die Zukunft“. Die Finanzkrise, fordert er, dürfe „nicht auf Kosten der kleinen Leute ausgetragen werden“.

Auch Udo Heß, Vorsitzender des Nexans-Gesamtbetriebsrats sagt der Belegschaft in Oberzella „100 Prozent“ Unterstützung zu – falls man sich entscheide, nach Paris, zum Hauptsitz der Nexans-Geschäftsführung zu reisen, „um denen die Meinung zu sagen, fahren wir mit“.

Erst einmal werde man zur Aufsichtsratssitzung nach Mönchengladbach fahren, kündigte Bernd Messerschmidt an: „Wir werden uns zur Wehr setzen.“ Und „den Herren Geschäftsführern zurufen: wir lassen dieses Werk nicht schließen“.
Zwar hätten Kanzlerin Angela Merkel, Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus und Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz nicht auf die dringende Bitte um Unterstützung geantwortet, auch im Stadtrat in Vacha nur wenige gefragt, „was mit dem größten Arbeitgeber in der Stadt wird“ – von vielen Seiten aber sähen sich die Kabelwerker von großer Solidarität umgeben.

Frank Pach SPD, Bürgermeister der Stadt Vacha

Vor allem Frank Pach, Bürgermeister in Vacha, „hat sich von der ersten Minute an für diesen Standort eingesetzt“. Auch an diesem sonnigen Vormittag steht Frank Pach, ebenso wie Walter Beck, Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Vacha, mit den Nexans-Beschäftigten vor dem Werkstor.

Wo Bernd Messerschmidt dazu aufruft, weiterzukämpfen, damit nicht „ein modernes Kabelwerk“, damit nicht „ein Stück industrieller Geschichte im 90. Jahr“ in Vacha „geschlossen wird wie ein alter Aktendeckel.“ m

 
 

Homepage SPD Wartburgkreis

SPD Thüringen aktuell:

SPD Thüringen
Die beschlossenen Maßnahmen sind zu begrüßen und vor allem konkret. Eine Senkung der Spritpreise um 17 Cent ist eine spürbare Entlastung. In einem Flächenland wie Thüringen ist bezahlbare Mobilität besonders wichtig.

04.03.2026 13:01
Wandel braucht Sicherheit.
Ein Gastbeitrag von Elisabeth Kaiser, der Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland

Am 26. April wird im Amt Creuzburg das Bürgermeisteramt gewählt. Anfang Februar hat der SPD-Ortsverein seinen Kandidaten auf einer Mitgliederversammlung nominiert.

Zur Homepage der SPD Thüringen

Neues aus dem Landtag:

SPD-Fraktion Thüringen

PRODUCT

Design

Content

Publish

RESOURCES

Blog

Careers

Docs

About

COMMUNITY

Join

Events

Experts

Leider gibt es die gesuchte Seite nicht oder nicht mehr.

Es ist etwas schief gelaufen.

Jetzt für unseren Newsletter anmelden!