
ASF-Vorsitzende Dr. Cornelia Klisch (rechts) mit Dorothea Marx (MdL) und Steffen C. Lemme (MdB)
Als „Jenaer Trio“ wurden die Drei Menschen vom NSU bundesweit in den Medien benannt – deshalb war Jena für den ASF-Landesvorstand der richtige Ort,um zu einer Diskussionsveranstaltung einzuladen, auf der insbesondere das Behördenversagen und die Lehren daraus im Mittelpunkt standen. Für die Landtagsabgeordnete Dorothea Marx, Mitglied des ASF-Vorstandes und sehr rührige Vorsitzende des Untersuchungsausschusses im Thüringer Landtag ist nach vielen Anhörungen und Akteneinsicht klar, dass die Behörden des Verfassungsschutzes und der Polizei in vielfacher Hinsicht versagt haben. „Sie waren schon auf dem rechten Auge blind“ konstatiert Dorothea Marx. Ihre Konsequenz daraus ist, dass die Behördenstrukturen und -arbeit zumindest für die gewählten Abgeordneten in den Kontrollgremien transparenter werden muss. Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ASF-Veranstaltung äußerten die Sorge, dass in den Behörden nicht wirklich Lehren aus dem NSU-Geschehen gezogen wurden.
Diskutiert wurde auch über Ursachen von Rechtsextremismus in Thüringen und wo man vor allem bei jungen Menschen ansetzen kann. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Steffen-Claudio Lemme hob dabei die wertvolle Präventionsarbeit von Vor-Ort-Betreuern und Vereinen wie MOBIT hervor, dessen Vorsitzender er in Thüringen ist. „Es fängt mit Demokratiebildung an Schulen an“ so Lemme. Besonders wichtig ist ihm, dass die Finanzierung dieser Arbeit dauerhaft und zuverlässig gesichert wird.










