Ralf Pollmeier bei der Übergabe des gutachtens In der Verbandsversammlung des Trink- und Abwasserverbandes Eisenach-Erbstromtal (TAV) stellte gleich zu Beginn Bernhard Bischof, Bürgermeister der Gemeinde Hörselberg-Hainich, 2 Anträge zur Änderung der Tagesordnung für den öffentlichen Teil dieser Sitzung.
Der erste Antrag betraf die Abwahl des Verbandsvorsitzenden Christian Köckert (CDU).
Der zweite Antrag betraf die Abwahl des Geschäftsleiters Thomas Fritz. Die Begründung stützte sich jeweils auf die Verletzung der Pflichten des Verbandsvorsitzenden und des Geschäftsleiters des TAV bei ihren Verantwortungsbereichen.
Beide Tagesordnungspunkte wurden mehrheitlich von den Verbandsräten angenommen.
Köckert versuchte mit allen möglichen und unmöglichen Interpretationen der Verbandsordnung des TAV und der Thüringer Kommunalordnung zum Prozedere des Abwahlverfahrens und Auslegung des Wahlergebnisses seiner drohenden Abwahl zu entgehen.
Zu Wort meldete sich daraufhin, professionell vorbereitet der Creuzburger Verbandsrat Ralf Pollmeier (SPD). Er informierte die Verbandsversammlung, über ein von ihm in Auftrag gegebenes, Gutachten, welches Klarheit in die etwas schwammig formulierten Regeln der TAV- Verbandsordnung brachte. Was wiederum Köckert anzweifelte. Daraufhin erhielt von der Mehrheit der Verbandsräte der Rechtsanwalt Klook, den Pollmeier als Gutachter zu Rate gezogen hatte, Rederecht.
Das veranlasste die Verbandsversammlung sich auf die rechtskonformen Modalitäten des Abwahlverfahrens zu einigen. In der dem Wahlgang vorausgehenden Pause entspannen sich heftigen Diskussionen.
Man spürte förmlich das der Christbaum kurz vorm entflammen stand.
Köckert versuchte als letzten Joker seinen Parteifreund Kurt Kästner (CDU) als Vorsitzenden der Wahlkommission zu installieren, was fast zum Tumult führte.
Der rettende Vorschlag Torsten Gieß (SPD) den Bürgermeister von Wutha-Farnroda mit dieser Vertrauensposition zu betrauen fand einstimmige Zustimmung der Verbandsräte.
Das mit Spannung erwartete Ergebnis der Abstimmung brachte eine nicht in dieser Höhe erwartete deutliche Zustimmung zur Abwahl des Verbandsvorsitzenden.
Es spricht wohl Bände, dass Köckert dieses Ergebnis anders interpretierte, was seine letzte Stellungnahme als Verbandsvorsitzender war.
Die Verbandsversammlung vertagte die Abwahl des Geschäftsleiters.
Als nächstes Ziel einigten sich die Verbandsräte möglichst noch in diesem Jahr einen neuen Verbandsvorsitzenden zu wählen.
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