Heike Taubert und Irene Schlotter im Gespräch mit den Frauen des KV Altenburg (Foto: Th. Jäschke) Der SPD Kreisverband Altenburger Land ehrte am Frauentag seine weiblichen Mitglieder mit einem politischen Frauentagsfrühstück. Zu Gast war auch Thüringens Finanzministerin Heike Taubert.
„Es ist uns wichtig, den Frauen zu zeigen, dass wir sie wertschätzen,“ begründete Kreisvorsitzender Frank Rosenfeld die Aktion. Der Vorsitzende des Ortsvereins Altenburg, Thomas Jäschke, ergänzte: „Eigentlich müsste 365 Tage im Jahr Frauentag sein“. Damit erntete er deutliche Zustimmung.
Trotz aller Errungenschaften bleibe auch mehr als einhundert Jahre nach der Einführung eines Frauentages noch viel zu tun, wie Irene Schlotter, Mitglied im Landesvorstand der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF), zum Ausdruck brachte. „Frauen verdienen rund 22% weniger als Männer und sind nicht im gleichen Maße in Führungspositionen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vertreten,“ begründet die 33jährige. „Hier knüpft die gerade erst verabschiedete Frauenquote in börsennotierten und voll mitbestimmungspflichtigen Unternehmen an,“ verwies Heike Taubert auf das erst am letzten Freitag verabschiedete Gesetz. Nach langem Kampf um die "Quote" sei nun ein erster Schritt getan, um mehr Frauen den Weg in die Führungsetagen zu ebnen, so die Thüringer Finanzministerin. Mit dem Entgeltgleichheitsgesetz will die Bundesregierung noch 2015 gegen die teilweise enormen Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern vorgehen. "Der Frauentag ist immer noch aktuell, nur verändern sich die Ziele. Bis zu völligen Gleichberechtigung der Geschlechter haben wir noch viele dicke Bretter zu bohren," resümiert Irene Schlotter.