Die SPD ist die Partei der Arbeit. Arbeit ist die Grundlage für Zufriedenheit und Selbstwert, für innere Würde und für den Anspruch, von anderen anständig behandelt zu werden. Und sie integriert in die Gesellschaft.
Wir setzen deshalb auf das Leitbild der „Guten Arbeit“. Arbeit, für die es einen gerechten Lohn gibt, von der man anständig leben kann, die Sicherheit bietet, gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Faire Arbeitsbedingungen, die so flexibel sind, dass sich Arbeit, Familie und Freizeit so gut wie möglich vereinbaren lassen. Gleiche Aufstiegschancen für Männer und Frauen.
Wir Sozialdemokraten wollen der Arbeit ihren Wert zurückgeben. Dazu gehört, dass lebenslange Arbeit zu einer anständigen Rente führt. Und wer krank wird oder keine Arbeit findet, darf im Alter nicht zusätzlich dadurch bestraft werden, dass das Rentenalter angehoben wird.
Wir wollen einen guten Arbeitsmarkt:
- ohne Armutslöhne. Das wollen wir erreichen, indem wir den Missbrauch von Minijobs und von Leiharbeit durch Arbeitgeber beenden. Und einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von zunächst mindestens 8,50 Euro einführen.
- auf dem unbefristete Beschäftigungsverhältnisse der Normalfall sind. Indem wir zum Beispiel die sachgrundlose Befristung abschaffen.
- auf dem die Beschäftigten einen fairen Anteil am Gewinn ihres Unternehmens haben. Indem wir die Tarifbindung und die Bedeutung des Flächentarifvertrages stärken.
- auf dem Frauen für gleiche Arbeit so viel verdienen wie Männer. Indem wir ein Entgeltgleichheitsgesetz verabschieden, das ungleiche Bezahlung untersagt.
- auf dem gut ausgebildete Fachkräfte die Grundlage unseres wirtschaftlichen Erfolges bleiben. Indem wir mehr in die Qualifizierung und Weiterbildung investieren.
- auf dem wir die Erfahrung und Motivation unserer Beschäftigten besser nutzen. Indem wir die Mitbestimmung in den Betrieben ausbauen.
- Wir setzen uns für ein besseres Gleichgewicht von Arbeit, Familie und Freizeit ein,
- indem die Beschäftigten ihre Zeit selbstständig besser einteilen können, zum Beispiel durch Arbeitszeitkonten.
- indem es leichter wird, von Vollzeit- auf Teilzeitarbeit zu wechseln und wieder zurück. Durch einen Rechtsanspruch auf Wiedereinstieg in Vollzeit.
- indem Frauen bei gleicher Qualifikation die gleichen Aufstiegschancen haben.
- indem wir die Arbeitslosenversicherung zu einer Arbeitsversicherung entwickeln, die nicht nur Arbeitslose vermittelt, sondern die auch Beschäftigte und Selbstständige weiterbildet und qualifiziert, um Arbeitslosigkeit erst gar nicht entstehen zu lassen.
- Wir setzen uns dafür ein, die Absicherung im Alter zu verbessern, indem wir
- die 2012 beginnende Rente mit 67 aussetzen. Weil die Chancen für Ältere auf einen Arbeitsplatz immer noch zu gering sind.
- den Übergang in die Rente flexibler gestalten, auch durch die Kombination von Teilzeitarbeit und Teilrente ab dem 60. Lebensjahr. Weil starre Regeln nicht der persönlichen Leistungsfähigkeit der Menschen gerecht werden.
- die Leistungen für Rehabilitation und Erwerbsminderungsrente erhöhen. Weil Krankheiten und Unfälle nicht automatisch zu Armut führen dürfen.
- Zeiten geringen Verdienstes sowie der Arbeitslosigkeit bei der Berechnung der Rente höher bewerten. Weil im Alter niemand nach einem langen Erwerbsleben auf Grundsicherung angewiesen sein soll.
- alle Erwerbstätigen in der Rentenversicherung versichern. Weil die Rente sicherer ist, wenn alle einzahlen.
Quelle: www.spd.de