
Anlässlich der heutigen Demonstration der KTS und der GEW gegen die geplanten Kürzungen im Bildungsbereich rufen die Juso-Hochschulgruppen Thüringen die Studierendenschaften auf, sich aktiv gegen die Sparpläne der Landesregierung zu wehren.

Anlässlich der heutigen Demonstration der KTS und der GEW gegen die geplanten Kürzungen im Bildungsbereich rufen die Juso-Hochschulgruppen Thüringen die Studierendenschaften auf, sich aktiv gegen die Sparpläne der Landesregierung zu wehren.
Der aktuelle Haushaltsplan Thüringens sieht Kürzungen von 14,9 Millionen Euro im Hochschulbereich, von 14,3 Millionen Euro beim Hochschulbau sowie 170.000 Euro im Bereich des Studentenwerks vor. Hierzu erklärt Manuela Lovric, Landeskoordinatorin der Juso-Hochschulgruppen Thüringen: „Bildungskürzungen stehen der Aussage ‚Thüringen soll Bildungsland Nr. 1 werden‘ fundamental entgegen. Bei 168 Millionen Euro Steuermehreinnahmen allein im laufenden Jahr fehlt den Studierenden jedes Verständnis für diese Maßnahme.“
Ein Jahr nach den europaweiten Bildungsprotesten scheint sich der Wind in der Bildungsrepublik gedreht zu haben. „Christoph Matschies wortreiche Unterstützungsbekundungen in den Hörsälen im letzten Herbst entpuppen sich zunehmend als Lippenbekenntnisse. Die Thüringer Hochschulen brauchen jetzt vor allem einen zuverlässigen Partner, der zu seinen finanziellen Zusagen steht, um eine gute Betreuung der Studierenden zu sichern“, kritisiert Richard Melzer vom SprecherInnenrat der Juso-Hochschulgruppe Jena.
Die Gründe genau dies zu tun sind zahlreich: die Thüringer Hochschulen zeichnen sich durch überdurchschnittlich gute Studienbedingungen aus, sie ziehen – in Zeiten steter Bevölkerungsabwanderung – viele Studierende aus anderen Bundesländern an, nicht zuletzt verleihen sie dem Freistaat durch innovative Studiengänge überregionale Bekanntheit. Jonas Bausch, Vorsitzender der Juso-Hochschulgruppe Erfurt: „Will die Thüringer Koalition die Attraktivität des Freistaates erhalten, muss sie die Vielfalt der Hochschullandschaft garantieren. Gute Bildung ist aber nicht durch Etatkürzungen zu erreichen. Zu dieser Einsicht sollte nun auch endlich die für den Haushaltsentwurf verantwortliche Finanzministerin Frau Marion Walsmann kommen.“
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