Die Entscheidung einer Mehrheit der Bundesvorstandsmitglieder dem Personalvorschlag des Bundesvorsitzenden Franz Müntefering nicht zuzustimmen, bewerten Dr. Gerhard Botz (SPD-Bundestagsfraktion) und Marion Philipp (Landrätin des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt, SPD) als eine schwere politische Fehlentscheidung in einer denkbar ungünstigen Situation.
In einer solchen Phase der Anspannung aller Kräfte, darf man dem entscheidenden Vormann nicht derart in den Rücken fallen. Franz Müntefering hat bewiesen, dass er die SPD als linke Volkspartei versteht, er war bereit den Generationswechsel zu organisieren und er hat die Koalitionsverhandlungen maßgeblich gestaltet.
?Ich bin davon überzeugt, dass die breite Mehrheit der SPD-Mitglieder eine solche Entscheidung nicht getroffen hätte.?, sagt der Thüringer Bundestagsabgeordnete Dr. Gerhard Botz.
Bundestagsabgeordneter Botz weiter: Der ohnehin schwierige Weg zur Lösung der Probleme im Lande wurde durch die kurzsichtige Verhaltensweise einiger Vorstandsmitglieder noch weiter erschwert. Wir sollten Franz Müntefering jetzt umso mehr den Rücken stärken und fordern ihn als SPD-Mitglieder auf das Ruder in der Hand zu behalten.