Christian Gerlitz Am Sonntag den 29.08.2010 finden in Jena Kommunalwahlen statt. Die SPD wird in allen zur Wahl stehenden Stadtteilen Kandidaten für die Ortsteilbürgermeister und Ortschaftsräte aufstellen. Wir möchten unsere Bürgermeisterkandidaten in loser Folge vorstellen.
Zentrum: Christian Gerlitz
Leben im Zentrum
Das Zentrum ist wohl in fast allen Gemeinden ein besonderer Ortsteil. Nirgendwo anders sind die Aspekte urbanen Lebens – Kultur, Gewerbe, Gastronomie und Wohnraum – so komprimiert und eng verzahnt. Doch einzig elementar für den urbanen Raum ist das Wohnen – sind also die Menschen die hier Leben. Und auch wenn die meisten diesen Wohnort mit seiner Intensität ganz bewusst gewählt haben, ist es wichtig, daß die Balance zwischen Wohnen, Arbeiten und Freizeit – nicht in persönlicher, sondern in kommunaler Weise – gewahrt bleibt.
Einzelhandel, Büroflächen, Gaststätten wie Kneipen prägen nach außen das Bild unseres Viertels und machen natürlich auch für seine Einwohner den Charme aus. Aber allem voran machen die Menschen die hier Leben, ob im Massenwohnungsbau am Rähmen oder einem Penthouse in der Theo-Neubauer-Straße, die Innenstadt lebendig. Selbst in naher Umgebung Jenas sind verwaiste Innenstädte eher die Regel und ein Beleg dafür, daß ein Zentrum weder nur ein großes Einkaufszentrum noch ein einziges Vergnügungsviertel sein darf.
Ortsteilrat und Ortsteilbürgermeister – wichtig gerade für das Zentrum
So begann mein Engagement zur Gründung des Ortsteils auch vor allem aus der Erkenntnis heraus, daß die Individualität unseres Viertels Bewohnern anderer – in ihren Augen “richtiger” Wohnviertel – immer wieder, auch politisch, schwer zu Vermitteln ist. Oder mit anderen Worten: ich glaube das Zentrum hätte mit den ersten Vierteln Ortsteilräte sowie einen Ortsteilbürgermeister bekommen müssen und nicht erst jetzt, um einen weißen Fleck zwischen den anderen Ortsteilen zu beseitigen.
Eichplatz und Inselplatz – Urbanen Wohnraum gestalten
Für die großen potentiellen Bebauungsobjekte, Eichplatz und Inselplatz, kann dies nur heißen: Schluß mit den Träumereien von Musicaltheatern oder Warenhäusern, für welche sowieso keine Investoren in Sicht sind und die für die Anwohner eine Belastung darstellen würden. In einer kleinteiligen Bebauung dagegen kann das Verhältnis zwischen Wohn- und Gewerberaum weiter gewahrt werden und die Attraktivität der Innenstadt erhöht werden.
Verkehrsbelastung reduzieren, Fahrradstraße für das Damenviertel
Die Verkehrssituation ist ein weiteres zentrales Thema. Die extreme Belastung durch den – unfreiwilliger Weise oft schon ruhenden Verkehr – insbesondere am Bahndamm wie auch am Fürstengraben benötigen dringend ein Konzept. Gerade der Fürstengraben teilt unser Viertel regelrecht in zwei Hälften und stellt für die Bewohner – hier vor allem aber auch für die Gewerbetreibenden in Zwätzengasse und Damenviertel – eine schwere Belastung dar.
Auch das Damenviertel – besonders die Straße Am Planetarium – muß dringend von Durchgangsverkehr entlastet werden, der teilweise auch durch eine ungünstige absolute Vorrangregelung der Straßenbahn förmlich auf diesen “Schleichweg” gedrängt wird. Auch würden Fahrradwege, oder nach dem Vorbild anderer Städte im Damenviertel sogar Fahrradstraßen, unserem Stadtteil und der Verkehrssicherheit mehr helfen als ständige polizeiliche Kontrollen der Fahrradbeleuchtung in der Dämmerung…
Dies sind nur einige der – in meinen Augen – wichtigsten Themen. Weitere, wie die Förderung des grünen Marktes, die Parkplatzsituation, wohnortnahe Kinderbetreuung, die Erlebbarkeit von Leutra und Saale und etliche andere müssen auch diskutiert werden und so bleibt nur meine bitte an Sie:
Unterstützen Sie mich am Sonntag den 29.08.2010
Ihr Christian Gerlitz