Bündnis gegen rechte Gewalt, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit

Veröffentlicht am 20.05.2005 in Ankündigungen

Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) hatte Christiane Zyber und Sabine Bräunicke eingeladen, die über das „Bündnis gegen rechte Gewalt, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit“ hier im Kyffhäuserkreis informierten.

Anlässlich 60 Jahre – Kriegsende finden viele Veranstaltungen statt, in Rundfunk und Presse können wir Erlebnisberichte über den verheerenden 2. Weltkrieg erfahren. Auch 60 Jahre nach dem Krieg, sitzt die NPD im Sächsischen Landtag und demonstriert in Erfurt unter dem Thema „Sozialismus ist machbar“.
Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) hatte Christiane Zyber und Sabine Bräunicke eingeladen, die über das „Bündnis gegen rechte Gewalt, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit“ hier im Kyffhäuserkreis informierten.
Wir erleben, wie 60 Jahre nach dem Krieg immer wieder Behauptungen aufgestellt werden, die die Realität der Konzentrationslager abstreiten, die die Vernichtung der Juden abstreiten. Sabine Bräunicke berichtete über den Thüringen-Monitor 2004, der zum fünften Mal von Wissenschaftlern der Universität Jena erarbeitet wurde. In einer repräsentativen Telefonumfrage zu zehn Rechtsextremismus-Aussagen, waren z. Bsp. 20 % der Befragten der Meinung „Der Nationalsozialismus habe auch seine guten Seiten“- die Frauen der ASF zeigten sich sehr erschrocken über die Einstellung der Thüringer.
Frau Zyber stellte die Arbeit und die Initiativen des Bündnisses vor. Das Bündnis hat die Arbeitsgemeinschaften „Begegnungen“ und „Konfrontation, Reaktion ,Intervention“ gebildet. Im vergangenen Jahr sind Veranstaltungen gelaufen zur „Woche des ausländischen Mitbürgers“, es fand eine Themenreihe „Jüdisches Leben“ statt, es gab ein Zeitzeugengespräch und eine Ausstellung zu „Opfer rechter Gewalt in Deutschland seit 1990“. Als sehr wichtig sehen es die Frauen an mit jungen Leuten ins Gespräch zu kommen. Ihnen deutlich zu machen, dass wir als Deutsche Verantwortung tragen, besondere Verantwortung dafür, das sich Antisemitismus nie wieder breit machen kann und das er da, wo er auftaucht, entschieden bekämpft wird. Die Schule ist für Jugendliche einer der wichtigsten Orte der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus. Schulen müssen gemeinsam mit den Familien Aufklärungsarbeit leisten. Auf die Frage, wie können wir als ASF das Bündnis unterstützen oder mitwirken, informierte Sabine Bräunicke über ein weiteres Vorhaben, am 7. Mai 2005 findet in Freienbessingen ein „Tag der Begegnungen“ statt. Die AsF-Frauen aus Sondershausen werden an diesem Tag in Freienbessingen mit dabei sein.

Conny Kraffzick
ASF-Vorsitzende

 
 

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