Breitenförderung statt Elite

Veröffentlicht am 17.10.2006 in Bildung & Kultur

Jusos: Breitenförderung muss die Antwort auf die noch immer unterdurchschnittliche Studierendenquote in Deutschland sein.

Am 13.10.2006 verständigte sich der Bildungsausschuss in Bonn darüber, dass die Technische Universität München, die Ludwig-Maximilian Universität München und die Technische Hochschule Karlsruhe für die nächsten drei Jahre über 100 Millionen Euro zusätzliche Förderung bekommen.

Da dieses Geld jedoch ausschließlich ein Forschungszuschuss ist, besteht wenig Chance zur Verbesserung der Studienbedingungen. Nur dadurch jedoch kann ein hohes Maß an individueller Betreuung der Studierenden garantiert und so die Zahl der Studienabsolventen erhöht werden.

Laut OECD ist der enge Zusammenhang zwischen der Zahl der Hochschulabsolventen und der Arbeitslosenquote unbestreitbar. Nicht Elite-, sondern Breitenförderung müsste deshalb die Antwort auf die noch immer unterdurchschnittliche Studierendenquote in Deutschland sein.

Auch die Thüringer Landesregierung, welche ab 2009 Studiengebühren einführen will, scheint dies noch nicht erkannt zu haben.

 
 

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