Bedenken zum „Bildungsplan bis 18“ sind ungerechtfertigt und reine CDU-Klientelpolitik

Veröffentlicht am 06.08.2015 in Bildung & Kultur

Die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Marion Rosin, zeigt sich überrascht von der Forderung der CDU-Fraktion, den „Bildungsplan bis 18“ sofort zu veröffentlichen und wertet dies als reinen Populismus. „Der ‚Bildungsplan bis 18‘ wurde umfassend mit den betroffenen Akteuren diskutiert. Ein Fachbeirat – mit Vertreterinnen und Vertretern von Eltern, Kirchen, Gewerkschaften und kommunalen Spitzenverbänden – war in die Erstellung eingebunden. Deshalb habe ich keinerlei Zweifel daran, dass der ‚Bildungsplan bis 18‘ bei seiner Veröffentlichung im Herbst auf breite Zustimmung der bildungspolitischen Akteure und der Elternschaft stoßen wird“, ist sich Marion Rosin sicher.

 

„In der Forderung der CDU-Fraktion sehe ich den plumpen Versuch der CDU, solches Wählerklientel zurückzugewinnen, das seine Interessen mittlerweile eher bei der AfD vertreten sieht. Denn die AfD-Fraktion fischt schon lange im Wählerbecken der CDU. So versuchte die AfD bereits im Juli mit einer parlamentarischen Anfrage Ängste zu schüren – aus Sorge um den Erhalt des traditionell-konservative Familienbildes. Zwischen den Zeilen war in dem Antrag der Vorwurf zu lesen, der „Bildungsplan bis 18“ würde das traditionelle Familienbild untergraben, indem alternative Modelle von Sexualität und erweiterte Definitionen des Geschlechts intensiver im Schulunterricht zur Sprache kämen“, erklärte die SPD-Bildungspolitikerin. Sie verweist auf Äußerungen des stellvertretenden Landeselternsprechers Olaf Hollunder, die zeigten, dass weder die AfD noch die CDU mit ihren auch bei diesem Thema populistischen Forderungen auf Resonanz stießen.

 
 

Homepage Marion Rosin

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