Baumann: Aushebelung des Ladenschlusses ist alles andere als ?genial zentral?

Veröffentlicht am 19.10.2006 in Allgemein

?Für die Pläne der CDU, Geschäfte rund um die Uhr zu öffnen, gibt es keine zentrale Notwendigkeit, doch die Folgen wären alles andere als genial.?, kritisiert der Meininger Landtagsabgeordnete Rolf Baumann den Antrag der CDU-Landtagsfraktion zur Aufhebung des Ladenschlusses.

Baumann sieht in dieser Entscheidung keine Möglichkeit die Umsätze des Einzelhandels zu steigern. ?Die Leute haben ja nicht mehr Geld, was sie umsetzen können und so lang sind die Schlangen in den Geschäften heute auch nicht, das eine Öffnung rund um die Uhr erforderlich wäre?, so Baumann.
Schwerer wiegen die Folgen einer solchen Regelung. Vor allem die Dumpingkonkurrenz führe unter anderem zu Niedriglöhnen und einer weiteren Verdrängung regulärer Arbeitsplätze. Außerdem mahnt der SPD-Landtagsabgeordnete an, solche Entscheidungen im Kontext der bereits existenten gesellschaftlichen Verwerfungen zu betrachten. Dazu Baumann: ?Vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse und Diskussionen sollten Familien gestärkt und nicht durch solch familienfeindliche Entscheidungen weiter belastet werden?.
Baumann, der bis 2004 auch Vorsitzender der Meininger Werbegemeinschaft war, sieht in den Plänen der CDU speziell auch für die Entwicklung der Südthüringer Städte gravierende Probleme. Die klein- und mittelständischen Einzelhändler der Innenstädte können mit der drohenden Dumpingkonkurrenz großer Handelsketten nicht mithalten. ?Die städteplanerischen Folgen wären fatal, denn die Abschaffung des Ladenschlusses träfe diejenigen am härtesten, die wesentlich zur Belebung der Innenstädte beitragen?, würdigt Baumann das Engagement der Einzelhändler. Unverständlich sei dies vor allem vor dem Hintergrund, dass an anderer Stelle wie beispielsweise für das Projekt ?Genial Zentral? sehr viel Geld in die Hand genommen wird, um die Innenstädte zu stärken. All diese vorbildlichen und notwendigen Bemühungen werden durch das Agieren der Thüringer CDU ad absurdum geführt. ?Wenn wir eine genial zentrale Stadtentwicklung mit einer lebendigen Innenstadt und einer ansehnlichen Altstadt wollen, dürfen wir die innerstädtischen Einzelhändler nicht durch solch unsoziale Regelungen unnötig belasten?, erklärte der SPD-Politiker abschließend.

 
 

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