Das Bündnis Geraer Schienenfernverkehr bekräftigt im Vorfeld des für den 5. Juli 2012 in Erfurt geplanten Thüringer Bahngipfels zwischen Vertretern der Landesregierung und Bahnchef Grube die Forderungen nach einem zweigleisigen und elektrifizierten Ausbau der Mitte-Deutschland-Verbindung im Abschnitt Weimar - Gera und weiter bis Gößnitz.
„Ohne eine solche Beseitigung der infrastrukturellen Mängel dieser Bahntrasse, wird die notwendige Anbindung der Region an das Fernbahnnetz nicht zu realisieren sein. Dies kann aber nicht im Interesse der Landesregierung und auch nicht der Bahn sein.“, zeigen sich die beiden Sprecher dieser Initiative aus Politik, Wirtschaft, Bürgerschaft, die Landtagsabgeordneten Wolfgang Lemb und Dieter Hausold, überzeugt.
In Gera wird erwartet, dass der am 27. März 2012 an Ministerialrat Hummel vom Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr im Geraer Rathaussaal übergebene Forderungskatalog des Geraer Bündnisses beim Thüringer Bahngipfel Beachtung findet. Keinesfalls kann mit dem Blick auf die Fertigstellung des ICE-Kreuzes in Erfurt im Jahr 2017 die Abkopplung ganzer Regionen vom Schienenfernverkehr hingenommen werden. Daran ändern auch die qualitativen Verbesserungen im Ostthüringer Dieselnetz durch die Vergabe an die Erfurter Bahn nichts, die aus Sicht der Bahnkunden als Schritt in die richtige Richtung anerkannt werden.
Jedoch ist völlig klar, dass diese positiven Entwicklungen kein Ersatz für eine echte Fernbahnanbindung des Ostthüringer Oberzentrums sein können! Im Gegenteil: Jeder weiß, dass es ohne Elektrifizierung keinen Bahnfernverkehr geben wird. Auch deshalb wird die Landesregierung erneut aufgefordert, der Bahn eine Vorfinanzierung der Ausbauplanungen für die diskutierten Abschnitte der Mitte-Deutschland-Verbindung anzubieten. Der 5. Juli wäre dafür ein passender Termin, um auch der Region Gera endlich eine Fernbahnperspektive zu eröffnen.