Ausbildungspakt eine Chance geben

Veröffentlicht am 26.04.2004 in Arbeit & Wirtschaft

Der von DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun ins Gespräch gebrachte ?Pakt für Ausbildung? wird vom Wirtschaftsforum der Thüringer SPD als ?ein akzeptables Gesprächsangebot der Arbeitgeber? bewertet. ?Wir setzen auf das freiwillige Engagement und die soziale Verantwortung der Unternehmen, jedem ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen Jugendlichen eine Lehrstelle anbieten zu können?, so Michael Kemper, Vorstandsmitglied des Wirtschaftsforums.

Das Problem liege häufig nicht allein in der Ausbildungswilligkeit der Unternehmen, sondern auch in der Ausbildungsfähigkeit der jungen Leute, so Kemper weiter. Alle im Zusammenhang mit der Berufsausbildung auftretenden Probleme müssten nun endlich angefasst und gelöst werden. ?Dazu gehört auch, dass die Schule die Jugendlichen fit für den Beruf machen muss. Die Betriebe sind für die über viele Jahre entstandenen Wissenslücken nicht verantwortlich und können diese auch nicht schließen?, ist der diplomierte Kaufmann überzeugt.

Die größte Barriere, die sich für viele Unternehmen darüber hinaus stelle, sei die überdurchschnittlich hohe Ausbildungsvergütung, die in zahlreichen Berufen verlangt werde. Hier seien die Tarifpartner gefragt. ?Das knappe Gut Ausbildungsplatz wird derart verteuert, dass es für immer weniger Betriebe finanzierbar ist. Öffentliches Geld könnte gespart werden, viele junge Leute müssten Eltern und Freunde nicht verlassen und ihre Lehre nicht im Westen absolvieren, wenn die Unternehmen die Ausbildungsplätze mit Blick auf die Kosten hier vor Ort zur Verfügung stellen könnten?, so Kemper weiter.

Das Wirtschaftsforum der Thüringer SPD nehme die Arbeitgeber beim Wort: ?Steht in diesem Jahr ein ausreichendes Angebot von Ausbildungsplätzen bereit, werden wir uns dafür einsetzen, dass auf die geplante Ausbildungsplatzabgabe verzichtet wird?, so die Botschaft an die Adresse der Unternehmen. Nichts anderes sähen im Übrigen die Absichten der Bundesregierung im Rahmen der Gesetzesinitiative vor.

In diesem Zusammenhang sei der Wirtschaft allerdings auch anzuraten, schon jetzt den steigenden Fachkräftebedarf der nächsten Jahre ernsthaft ins Kalkül zu ziehen. ?Ohne Berücksichtigung der Qualifikation sich allein Lohnkostenvorteile in Osteuropa nutzbar machen zu wollen, erscheint uns als der falsche Weg?, so die abschließende Forderung des Wirtschaftsexperten der Thüringer SPD.

 
 

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