Die Jugendorganisation der rechtsextremen NPD plant für den 25. November 2006 die Neukonstituierung ihres Landesverbandes der "Jungen Nationaldemokraten" (JN) in Jena.
Erwartet werden über 150 Neo-Nazis aus Thüringen und angrenzenden Bundesländern. Diese Veranstaltung wird nicht in ihrem Haus in Lobeda - Altstadt stattfinden, sondern im kommunalen Stadtteilzentrum LISA in Lobeda - West. Am Mittwoch gründete sich daraufhin im Gewerkschaftshaus ein Aktionsbündnis aus unterschiedlichen Gruppen, Vereinen und Organisationen unter dem gemeinsamen Motto: "Kein Nazi-Treffen im LISA". Mit dabei sind unter anderem Kokont, StudentInnen der Uni Jena, Junge Gemeinde, die Lobedaer Initiative Zivilcourage, die JAPS, SPD, DKP, PDS und IG Metall.
Die NPD versucht mit der Anmietung des Lisa "einen weiteren Schritt zur Normalisierung rechtsextremer Positionen in der Gesellschaft", erklärten die anwesenden Vertreter der am Aktionsbündnis beteiligten Gruppen. "Dem werden wir nicht tatenlos zusehen und rufen dazu auf, sich der NPD in den Weg zu stellen." Für den 25. November hat die IG Metall bereits eine Kundgebung vor dem Lisa angemeldet. Angesichts des Urteils zu der Blockade am Gries im Juni 2005 erklärte das Aktionsbündnis: "Widerstand braucht Phantasie!"
Quelle: Gemeinsame Erklärung