Der Generalsekretär im Gothaer Tivoli
Zum Besuch des SPD-Generalsekretärs Hubertus Heil fanden sich am 30. Mai 2005 über 100 Genossinnen und Genossen im Gothaer Tivoli ein. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Hubertus Heil im Gespräch" kam der Niedersachse auf Wunsch des SPD Kreisvorstandes in die historische Stätte der Sozialdemokratie.
Neben dem "SPD-General" besetzten der SPD-Kreisvorsitzende Jörg Reichenbach, der Oberbürgermeister der Stadt Gotha Knut Kreuch und die Vorsitzende des Tivoli-Vereins Kathrin Dziallas das Podium.
In seinem Grußwort verzichtete SPD Kreis-Chef Reichenbach nicht auf kritische Worte. "Es kann nicht sein, dass die Bundes-SPD auf einen Ostdeutschen Stellvertreter verzichte. Es gibt in der Ostdeutschen SPD genügend fähige Politiker die wichtige Impulse in den Parteivorstand geben und die Rolle des Stellvertretenden Parteivorsitzenden mit Bravur ausüben könnten", so Reichenbach, der Christoph Matschie als Stellvertreter vorschlug. Auch bei der Unternehmenssteuerreform wurde nach Ansicht Reichenbachs das sozialdemokratische Parteibuch zur Seite gelegt.
"Man muss darauf achten, dass unsere Werte nicht aus den Augen verloren werden", so der Kreisvorsitzende weiter. Heil knüpfte daraufhin gleich an die Programmdebatte an und warb dafür, sich am Meinungsbildungsprozess um das neue Programm zu beteiligen. Beim Thema Mitgliederwerbung forderte Heil auf, mit mehr Selbstbewusstsein auf die Menschen zu zugehen. "Wir müssen uns für das Geleistete nicht verstecken. Gerade bei der Thematik Kündigungsschutz hat die SPD Standhaftigkeit bewiesen. Auch das gute wirtschaftliche Voranschreiten geht ja vor allem auf die von Gerhard Schröder initiierte Agenda 2010 zurück", so der Generalsekretär. Nach den Redebeiträgen diskutierte der Generalsekretär noch etwa eineinhalb Stunden mit den Gästen. Bevor er sich von Kathrin Dziallas und Jörg Reichenbach durch das Tivoli führen ließ. Außerdem sicherte er dem Tivoliverein Unterstützung aus Berlin zu. So sollen noch in diesem Jahr einige Veranstaltung mit bundesweiter Beteiligung, darunter eine Veranstaltung zur Geschichte der SPD, in der historischen Stätte durchgeführt werden.
David Ortmann
Pressesprecher