Als ich heute die Presse las und den Artikel von Herrn Rieth vorfand, war es mit meiner Geduld vorbei. Als damaliger loyaler Wegbegleiter von H. Rieth möchte ich schon etwas klarstellen, was das Prozedere diesen Herrn Rieth angeht.
In all den Jahren, die ich im Vorstand mit H. Rieth zusammengearbeitet habe, war ich ihm gegenüber loyal. Ich habe seine Wahlkämpfe unterstützt, so wie viele andere Parteifreunde auch. Zu keiner Zeit waren die Gründe, die er für seinen Austritt aus der SPD und Niederlegung seiner Parteiämter vorbrachte, relevant, im Gegenteil, er mahnte stets zur Rücknahme persönlicher Befindlichkeiten, die die Politik bei einigen Parteifreunden verursachten. Mit anderen Worten: Er verteidigte diese Politik stets.
Das er nicht in den Landtag kam, hat er ja gewusst, weil eben die Politik es nicht hergab und auch sein Listenplatz nicht. Was mich und meine Parteifreunde aber zunehmend verärgert, ist die Art und Weise, wie er seinen Austritt aus der SPD vollzogen hat. Er hat seinen loyalen Weggefährten vor den Kopf gestoßen und stellt sich heute als sogenannter Märtyrer dar. Wenn er soviel Courage hätte, wie er immer vorgibt, dann hätte er seine Mandate in Stadt und Kreis abgegeben und Nachrückern eine Chance gegeben. Das er nicht zur Festveranstaltung am 28.01.05 eingeladen wurde, ist sicherlich auch eine logische Konsequenz daraus. Der Grund ist ihm aber auch bekannt. H. Rieth sollte immer bedenken, durch wen er seine politischen Erfolge errungen hat, bevor er immer mit grossem Klamauk in der Presse sich zu Wort meldet. Ich fordere ihn auf, seine Mandate zurückzugeben und Nachrückern eine Chance zu geben.
Detlef Brühl