Die gut besuchte Veranstaltung am 9. März, auf der der agrarpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Dr. Gerhard Botz zur ?Umsetzung der EU-Agrarreform in Thüringen? informierte, war ein Erfolg.
Nach den Darlegungen von Dr. Botz und einem Statement unseres Landtagskandidaten Dr. Schubert entwickelte sich eine rege Debatte, in der die Auswirkungen konkret auf die verschiedenen landwirtschaftlichen Betriebe diskutiert wurden. So sind zum Beispiel die Direktzahlungen an die Einhaltung von 18 EU-Verordnungen gebunden. Allerdings, so Dr. Botz, wird es unseren Landwirten nicht so schwer fallen, sie zu erfüllen. Trotzdem ist in Thüringen insgesamt ab 2005 jährlich mit 7,5 Millionen Euro, das sind 2,5 %, weniger an Ausgleichszahlungen zu rechnen. Da bedarf es nicht nur beim Bewältigen des ?Papierkrams? der Hilfe, forderte der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Ludwig Berthold.
?Der Landwirt ist und wird in Zukunft verstärkt auch Energiewirt!? Unter diesem Motto ging Frank Quaas, Agrargenossenschaft Nöbdenitz (und Kreistagsmitglied), auf die vielfältigen Aktivitäten der Landwirte in unserem Kreis ein. Wie wichtig die Erhaltung (und zukünftige Entwicklung!) der rund 1200 Arbeitsplätze im Landkreis eingeschätzt wird, unterstrich auch Vizelandrat Dr. Schubert. Nicht alle Bedenken konnten ausgeräumt werden, aber dieser Reformprozess sollte schon zu meistern sein, so das Fazit von Dr. Botz, der schon eine Periode im EU-Parlament mit der Agrarproblematik befasst war und im Juni erneut für die SPD in Thüringen kandidiert.