Gestern Abend beauftragte die CDU-Mehrheit des Thüringer Landtages die Landesregierung, einige Nachbesserungen im Kita-Bereich umzusetzen. Der Trägerkreis des Volksbegehrens zeigt sich über den Umfang der Nachbesserungen tief enttäuscht.
"Von den 1000 zusätzlichen Stellen, die der Ministerpräsident vollmundig angekündigt hat, ist zehn Tage später nur noch die Hälfte übrig", konstatiert dazu Ralph Lenkert, Sprecher des Trägerkreises für eine bessere Familienpolitik. Und er setzt hinzu: "das kommentiert sich selbst."
Lenkert betont, dass eine rasche Anhebung des Personalstandes auf europäische Mindeststandards dringend notwendig sei. Mit Blick auf die Beratungen dazu im Landtag, die im Januar 2008 begonnen hatten, fragt er: "womit hat sich die CDU eigentlich fast eineinhalb Jahre beschäftigt, wenn ihre Konzepte nicht einmal zehn Tage überdauern?"
Die Nachfrage nach Unterschriftenbögen zum Volksbegehren ist enorm. "Täglich melden sich zehn bis fünfzehn Elternsprecher bei uns und bestellen je 50 bis 200 Bögen.
Das war beim letzten Anlauf im Jahr 2006 so nicht der Fall", sagt Ralph Lenkert.