
Altenburg. Ca. 2.000 Bürger haben am Samstag, dem 13. September 2008, in der Stadt Altenburg gegen das sogenannte „Fest der Völker“ demonstriert.

Altenburg. Ca. 2.000 Bürger haben am Samstag, dem 13. September 2008, in der Stadt Altenburg gegen das sogenannte „Fest der Völker“ demonstriert.
In Hör- und Sichtweite der NPD-Veranstaltung machten die Bürger im Rahmen einer eigenen Alternativ-Veranstaltung deutlich, dass Altenburg bunt und nicht braun ist. Unterstützung kam dabei von Bürgern aus Erfurt, Jena, Gera, Greiz oder Weimar, die teilweise mit von Organisationen und Unternehmen gesponserten Bussen in Altenburg angereist waren.
Bereits im Vorfeld hatte das Aktionsbündnis den Versammlungsplatz des „Festes der Völker“ mit Plakaten gegen Rechts „geschmückt“. Zum Ärger der NPD mussten diese Plakate hängen bleiben, da es hierfür eine ordnungsgemäße Anmeldung zur Sondernutzung gab.
Die eigentliche Gegenveranstaltung begann am Morgen mit einem Friedensgebet in der Altenburger Agneskirche. Nach einer Auftaktkundgebung vor dem Lindenau-Museum bewegte sich ein Demonstrationszug von ca. 1.500 Menschen in Richtung Kreuzung Offenburger Allee/Kauerndorfer Allee. Mit Sprechchören, Musik und Aktionen machten die Bürger dabei auf sich aufmerksam.
Bei der Abschlusskundgebung knapp 400 Meter vom „Fest der Völker“ entfernt, bezogen Redner wie Bodo Ramelow (Die Linke), Christoph Matschie (SPD), Dr. Albrecht Schröter (OB der Stadt Jena) oder Dr. Mario Voigt (Vorsitzender der Jungen Union) eindeutig gegen rechtes, intolerantes Gedankengut Stellung. Mehrere Bands und Musikgruppen umrahmten die Veranstaltung musikalisch. Zeitweise befanden sich viele Teilnehmer der Veranstaltung auf spontanen Zwischendemos, um das sogenannte „Fest der Völker zu behindern. „Wir sind mit der Veranstaltung sehr zufrieden. Zeitweise konnten über 2.000 Teilnehmer gezählt werden. Demnach waren mehr Menschen für Toleranz und Menschlichkeit auf der Straße, als Besucher beim „Fest der Völker“. Vor allem aber waren auch viele Altenburger Bürger gegen rechtes Gedankengut in der Skatstadt unterwegs. Für uns ein deutliches Zeichen“, resümiert Anne-Kristin Ibrügger vom Altenburger Aktionsbündnis gegen Rechtsextremismus.
Altenburger Aktionsbündnis gegen Rechtsextremismus
Homepage SPD Altenburger Land
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