
Dirk Schwerd
Zum Beitrag "600 Euro Kopfgeld ausgesetzt" aus der OVZ vom 18. Mai 2005

Zum Beitrag "600 Euro Kopfgeld ausgesetzt" aus der OVZ vom 18. Mai 2005
Werden wir in Altenburg bald von bewaffneten Bürgermilizen kontrolliert? Diese Frage stellt sich der Juso-Ortsverein Altenburg nach der Veröffentlichung der OVZ am 18. Mai 2005, in dem Verlautbarungen von den CDU-Stadträten Peter Müller und Stephan Riechel zitiert wurde.
Das Thema illegale Graffiti ist in Altenburg in den letzten paar Monaten zu einem sehr brisanten Problem geworden. Klar ist auch, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht. Doch nun genau diejenigen in den Schmutz zu ziehen, die sich um die Aufklärung von derartigen Sprühaktionen bemühen, nämlich die Polizei und die Stadt Altenburg, ist nicht nachvollziehbar.
Statt sachdienlich am Thema mitzuwirken, versucht sich Peter Müller bei dem Thema zu profilieren und mit polemischen Phrasen Aktionismus zu propagieren. Stattdessen sollte er mit Sachverstand und im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten versuchen, sich in die Problemlösung einzubringen.
Wenn man sich die Äußerungen im zitierten Beitrag durchliest, könnte man durchaus davon ausgehen, dass die CDU-Fraktion den Schritt in das Mittelalter zurückgehen möchte.
Was kommt nach den "Kopfgeld"-Ideen? Die Wiedereinführung des Prangers? Der Hack-Klotz? Nein, das kann nicht die Lösung sein! Nur mit Repression ist dem Problem der illegalen Sprühaktion nicht beizukommen.
Da sollte man lieber diejenigen in die Überlegungen mit einbeziehen, die von Berufswegen mit dem ein oder anderen Sprayer zu tun haben? Streetworker, Sozialarbeiter und die Gerichte. Sicherlich lässt sich so ein Weg finden, Repression und Prävention in einem geeigneten Maß aufeinander abzustimmen.
Dirk Schwerd, Vorsitzender
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