Abgeordnete Mühlbauer und stellvertretender AfA-Bundesvorsitzender Udo Lutz: Verhandlungen um Bosch Solar müssen transpa

Veröffentlicht am 01.07.2013 in Arbeit & Wirtschaft

Am vergangenen Donnerstag demonstrierten bei der Bosch-Konzernzentrale in Gerlingen bei Stuttgart die Beschäftigten der Arnstädter Bosch Solar Energy für ihren Standort und ihre Arbeitsplätze. Auch die Thüringer Landtagsabgeordnete Eleonore Mühlbauer und der stellvertretende AfA-Bundesvorsitzende Udo Lutz signalisierten ihre Solidarität. Unterstützt wurden die Arnstädter von ihren Kollegen aus anderen Branchen und Standorten – allen voran aus dem anderen Solarstandort im französischen Vénissieux.
Nach Verhandlungen zwischen Betriebsrat, Konzernbetriebsrat und IG Metall mit der Konzernleitung konnten kleine Schritte verzeichnet werden. So werden Geschäftsführung und Aufsichtsrat nunmehr gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern in den nächsten Wochen und Monaten verschiedene Szenarien für die Solarsparte des Technologiekonzerns durchspielen.
„Ich freue mich, dass es endlich Bewegung gibt, das war längst überfällig“, nimmt Mühlbauer aus Gerlingen mit. Es dürfe nun nicht nur bei warmen Worten bleiben. Die Lösungsfindung müsse nunmehr stärker vorangetrieben werden. „Die unmittelbare Beteiligung des Betriebsrates in Arnstadt und des Konzernbetriebsrates an den Verhandlungen ist geboten – gesetzlich wie moralisch“, pflichtete AfA-Mann Udo Lutz bei. Er erinnerte auch an den bekannten Ausspruch des Unternehmensgründers Robert Bosch, dem Vertrauen und langfristige Festlegungen wichtiger war als der kurzfristige Profit.
„Forschungs- und Technologievorsprung bedeuten Marktführerschaft“, sind sich Lutz und Mühlbauer einig, „die Energiewende kann aus Arnstadt und Vénissieux heraus gestaltet werden.“ Dass Bosch sich auf auch Kosten der Beschäftigten daraus zurückziehen wolle, dürfe nicht die Lösung sein. Das zeigten schließlich auch die Gutachten: „Ein Rückzug aus der Branche würde den Konzern mehr kosten als ein mit dem Betriebsrat abgestimmtes Konzept für die Zukunft“, stellen die beiden Sozialdemokraten heraus.

 
 

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