
Abschaffung des Landesblindengeldes 2006 war schwerer sozialpolitischer Fehler
„Sozialministerin Tauberts Ankündigung, das Blindengeld auf bis zu 410 Euro monatlich zu erhöhen, wäre ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Situation blinder und sehbehinderter Menschen in Thüringen“, so Dagmar Künast, behindertenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion.
Die Abschaffung des Landesblindengeldes im Jahr 2006 durch die CDU-Alleinregierung sei einer der schwerwiegendsten sozialpolitischen Fehler in der jüngeren Thüringer Politik gewesen. „Erst auf großen Druck der SPD und der anderen Oppositionsparteien war das Blindengeld später wieder in Höhe von 220 Euro eingeführt worden. Heike Taubert hat es als eine der ersten Maßnahmen nach ihrem Amtsantritt um 50 Euro auf 270 Euro erhöht“, erklärt Künast die Entwicklung der Höhe des Landesblindengeldes in den vergangenen Jahren.
Dass nun eine weitere Erhöhung des Blindengeldes angestrebt werde, sei ein wichtiges Signal für die blinden und sehbehinderten Menschen in Thüringen. „Es kann helfen, den Alltag weiter zu erleichtern“, so Künast. Aus Sicht der Abgeordneten sei es wünschenswert, dass auch die taubblinden Menschen in Thüringen eine größere Unterstützung von Seiten der Landesregierung erhalten, zum Beispiel in Form eines Taubblindengeldes.