Zum Jahreswechsel

Veröffentlicht am 19.12.2008 in Allgemein

Foto: Sabine Mohring
Liebe Gäste meiner Website,
2008 war ein sehr bewegtes Jahr aus Sicht der Bundespolitik. Am intensivsten wirkte aus meiner Sicht die internationale Banken- und Finanzkrise, die auch für Deutschland und Europa ein seit Jahrzehnten ungekanntes Ausmaß annahm.
Immer neue Löcher taten sich auf, hervorgerufen durch faule Kredite, wilde Spekulationen und unregulierte Finanzprodukte, die ihren Ursprung in den USA hatten. Sie verlangten rasches Handeln. Ein Handeln, das nicht nur die Kreditinstitute stützte, sondern vor allem die Bürgerinnen und Bürger und ihre Spareinlagen schützten. Die Bundesregierung hat mit dem milliardenschweren Rettungs- und Stabilisierungsprogramm Vertrauen wiederhergestellt und die Finanzwirtschaft stabilisiert.

Welche Folgen und Auswirkungen die Bankenkrise und die zusätzlichen Belastungen durch das Rettungsprogramm haben werden, ist aus heutiger Sicht wohl noch gar nicht richtig abzuschätzen. Weder für die Weltwirtschaft noch für Deutschland und Europa. Die Krise auf dem Finanzmarkt zieht auch die reale Wirtschaft in Mitleidenschaft, was bei uns der ohnehin bereits schwächelnden Konjunktur einen weiteren Dämpfer versetzt.

Nicht nur angesichts der nachlassenden Konjunktur liegen weitere Anstrengungen vor uns. Viele Menschen in Deutschland blicken eher skeptisch nach vorn. Die Stimmung ist sorgenvoll angesichts steigender Preise für Lebensmittel und Energie. Die Bürgerinnen und Bürger fragen sich, ob sie ihren Lebensstandard für sich und ihre Kinder noch werden halten können. Was zu tun ist, was Politik für unser Land richten kann und soll, darüber wird im kommenden Jahr viel debattiert und gerungen werden. Denn 2009 wird ein Superwahljahr; neben der Wahl zum Bundestag stehen auch in Thüringen Kommunal-, Europa- und Landtagswahlen an.

Ich möchte die Gelegenheit dazu nutzen, bereits jetzt an sie appellieren: Gehen sie zur Wahl. Nutzen sie ihr Recht, über den künftigen Weg in Europa, Deutschland, Thüringen und ihrer Kommune mitzubestimmen. Bringen sie sich mit ein. Diskutieren sie mit den Kandidatinnen und Kandidaten. Denn in den kommenden Wahlen geht es um genau die Fragen, die Sie bedrängen. Zur Abstimmung stehen die Konzepte für die nächsten Jahre: Programme für Soziale Sicherung, Arbeitsmarkt und Wirtschaft, für Energie und Bildung, um nur die wichtigsten Themen zu nennen. Spannende Wahlkämpfe und wahrscheinlich knappe Entscheidungen sind zu erwarten. Die Parteienlandschaft hat sich verändert. Die Frage möglicher Regierungskoalitionen stellt sich ganz neu. Je mehr Bürger wählen gehen und je klarer der Wählerwille ausfällt, desto besser ist es für jede Regierungsbildung.

Beim Rückblick auf 2008 fallen sicher vielen Menschen als Erstes die herausragenden Sportereignisse ein. Fußballfieber war wieder angesagt bei der Europameisterschaft in unseren Nachbarländern. Und wenn manche auch mehr erhofften, so dürfen wir mit der Vizemeisterschaft doch zufrieden sein. Schöne und zum Teil überraschende Erfolge erzielten die deutschen Sportlerinnen und Sportler auch bei den Olympischen Spielen im fernen China. Doch selbst die Olympischen Spiele, die im Zeichen von Frieden und Völkerverständigung stehen sollten, blieben von neuen Krisen nicht verschont. Am ersten Tag der Spiele brachen Kämpfe zwischen Georgien und Russland aus, während die alten Konflikte nicht eingedämmt werden konnten, wie das Erstarken der Taliban in Afghanistan zeigt. Gerade an Feiertagen gehen unsere Gedanken zu den Mitarbeitern von Hilfsorganisationen und den Soldaten, die im Ausland Dienst tun. Unter ihnen befinden sich auch einige Bürgerinnen und Bürger unserer Region, denen ich an dieser Stelle für ihre Einsatzbereitschaft vielmals danken möchte. Sie leisten eine sehr wertvolle Arbeit, auch wenn das immer wieder bestritten wird.

Bei den vielen negativen Nachrichten, die uns Tag für Tag erreichen, gehen die positiven Meldungen leicht verloren. Aber auch sie gibt es. Nicht nur im Sport. Unser Land steht besser da, als es manchmal dargestellt wird. Viele Menschen tun viel, damit es aufwärts geht und unser Umfeld mehr Lebensqualität gewinnt. Schon dieses Engagement allein ist eine positive Nachricht. Denn ein Staat, eine Kommune sind nicht bloß Wirtschaftsstandorte. Sie sind viel mehr, sie sind ein Gemeinwesen, in der das Miteinander zählt. Selbstverständlich gibt es oft differierende Interessen und Konflikte. Aber wir wissen auch, dass es auf das Miteinander ankommt, auf das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlicher Talente und unterschiedlicher Generationen. Zu einem guten Miteinander in unserer Gesellschaft trägt nicht zuletzt jeder Einzelne von uns bei. Je stärker wir uns fragen, was tue ich, wo kann ich Verantwortung übernehmen, desto besser funktioniert unser Gemeinwesen. Diese Erfahrung gibt uns Hoffnung und Zuversicht.

Das Jahr 2008 nähert sich dem Ende. Weihnachten und Silvester stehen vor der Tür. Wir freuen uns auf ein paar entspannte Tage und gemütliche Feierlichkeiten im Kreise von Familie und Freunden. Ich wünsche Ihnen allen schöne geruhsame Weihnachtszeit und alles Gute für das neue Jahr.

Herzlichst
Ihr Gerhard Botz
 
 

Homepage Dr. Gerhard Botz

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