Mitteldeutsches Abitur ist Stückwerk

Veröffentlicht am 21.11.2008 in Bildung & Kultur

Eine Absage erteilt SPD-Bildungspolitiker Hans-Jürgen Döring heute
bekannt gewordenen Plänen der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und
Thüringen für ein so genanntes mitteldeutsches Abitur.

„Wir brauchen
keine Abiturprüfung nach Himmelsrichtung, wir brauchen ein
deutschlandweites Zentralabitur“, sagt Döring an die Adresse der
Kultusminister von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. „Nur das ist
zukunftsweisend“, sagt der bildungspolitische Sprecher der
SPD-Fraktion.

„Es geht um mehr Bildungsqualität und mehr Wettbewerb - und zwar unter
allen Bundesländern“, so Döring. Nur so seien die Voraussetzung für
mehr Transparenz und eine damit verbundene Vergleichbarkeit von
Abschlüssen gegeben. Eine größere Chancengerechtigkeit sei vor allem
bei Studienfächern mit einem Numerus Clausus geboten. „Deshalb ist das
bundesweite Zentralabitur ein Gebot der Gerechtigkeit“, sagt der
Bildungspolitiker.

Es sei zu kurz gegriffen, mehr Einheitlichkeit im Bildungswesen auf
drei Ländern zu beschränken. Döring: „Es ist unverständlich, dass die
Thüringer Landesregierung ein gemeinsames Abitur von drei Länden
bejubelt, ein einheitliches Abitur für 16 Länder jedoch als Teufelszeug
verdammt.“ Zentrale Abiturprüfungen seien ein wesentliches Element,
die Kleinstaaterei im Bildungswesen perspektivisch zu überwinden.“

 
 

Homepage Hans-Jürgen Döring

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