3. Saalfelder Dialog: „Die friedliche Revolution von 1989 und das Zusammenwachsen Europas“

Veröffentlicht am 04.06.2009 in Allgemein

Am Mittwoch, dem 03.06.09 fanden in der Schlosskapelle in Saalfeld der 3. Saalfelder Dialog statt. Zum Thema „die friedliche Revolution von 1989 und das Zusammenwachsen Europas“ diskutierten Dr. Holger Poppenhäger, Thüringer SPD-Spitzenkandidat
zur Europawahl, Dr. Gerhard Botz, MdB und früherer Europaabgeordneter und Christoph Majewski, Landtagskandidat der SPD.

Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Frage nach dem Einfluss der internationalen Ereignisse, z.B. in Moskau, Warschau, Prag oder Budapest auf die "friedliche Revolution“ in der DDR, auf die deutsche Wiedervereinigung und die Integration Ostdeutschlands in die Europäische Union. Majewski: „War das wirtschaftliche Erfolgsmodell EU (damals noch EG), mit Reisefreiheit und Wohlstand für breite Bevölkerungsschichten, ein Auslöser für den Zerfall des real existierenden Sozialismus im Ostblock? Und wie hat die friedliche Revolution das Zusammenwachsen Europas befördert?“

“Europa und der europäische Rechtsrahmen bot nach 1990 die einmalige Möglichkeit die Konflikte und unterschiedliche Interessen der gerade noch verfeindeten Staaten in geregelten Verfahren auszugleichen”, so Poppenhäger. Auf die Frage nach der Rolle des Wohlstands im Transformationsprozess antwortete Botz: “Es tut mir weh, wenn unterstellt wird, dass es uns Bürgern der DDR allein um schnellen Wohlstand ging.” Er sieht den Willen zur persönlichen Freiheit als wichtigste Motivation der Menschen, die “aus dem Wort ‘demokratisch’ im Namen DDR einfach mehr
machen wollten.”

Botz berichtete weiter, wie er nach 1991 zusammen mit anderen ostdeutschen Europaabgeordneten die Ängste anderer EG-Staaten zerstreuen musste, dass der Aufbau Ost auf Kosten anderer strukturschwacher Regionen ginge. “Da war anfangs viel Ablehnung zu spüren und Überzeugungsarbeit zu leisten.”

Beide Gäste des Saalfelder Dialoges forderten dazu auf, heute Solidarität gegenüber den neuen osteuropäischen Mitgliedsländern zu zeigen und sie nicht die gleiche Ablehnung spüren zu lassen. Die friedliche Revolution in den Ostblockstaaten, ohne die eine Erweiterung der EU nicht möglich gewesen wäre, birgt für alle EU-Mitglieder die Verantwortung diese Länder zu integrieren. Gleichzeitig forderte Poppenhäger, in der EU nun auch den begonnen Weg der Angleichung der Sozial- und Rechtsstandards voranzutreiben.

Gefragt nach den Lehren, die Europa aus der friedlichen Revolution ziehen muss, nannte Poppenhäger, dass Jahr 1989 zeigte, dass sich “Werte wie Freiheit und Solidarität auch gegen ein erstarrtes autoritäres System durchsetzen.” Botz betonte das friedliche
Zusammenwachsen der früheren Feinde, weshalb auch andere Staaten auf das europäische Modell blicken.

Vorschau:

Die Saalfelder Dialoge werden am 22. Juli 2009 fortgesetzt,zu Gast ist Manfred Stolpe, Ministerpräsident und Bundesminister a.D.

 
 

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