Mehr Solidarität!

Veröffentlicht am 27.04.2016 in Arbeit & Wirtschaft

Beitrag der AfA-Landesvorsitzenden Diana Lehmann für die Maizeitung 2016

Der erste Blick auf den deutschen Arbeitsmarkt zeigt ein positives Bild. Die Arbeitslosenquote liegt bei weniger als sieben Prozent, wir haben eine steigende Nachfrage nach Fachkräften und die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten entwickelt sich positiv. 

Gute Entwicklungen aus Sicht der Beschäftigten, auch weil es den eigenen Wert am Arbeitsmarkt erhöht. Auf den zweiten Blick zeigt sich, dass der Aufbau von Beschäftigungsverhältnissen in den vergangen Jahren vor allem im prekären Bereich entstanden ist. Minijobs, Befristungen und Teilzeit haben zugenommen, gleichzeitig erhöht sich das individuelle Arbeitsvolumen. Beschäftigte arbeiten heute also wieder mehr als vor zehn Jahren. Der gesellschaftliche Wohlstand und die wirtschaftliche Stärke haben die Beschäftigten erwirtschaftet, die guten Bedingungen wurden aber auch zu ihren Lasten erkauft. Es ist an der Zeit, wieder mehr in Sicherheit und in die Regulierung von Beschäftigungsverhältnissen zu investieren. Wir brauchen eine neue Ordnung auf dem Arbeitsmarkt.

Die Einführung des Mindestlohns ist ein erster wichtiger Schritt, von dem gerade die Beschäftigten in Ostdeutschland in besonderem Maße profitieren. Aber es braucht weit mehr: Wir brauchen eine wirksame Regulierung atypischer Beschäftigung. Die Begrenzung der Entleihdauer von Beschäftigten in der Leiharbeit und die Wiedereinführung des Synchronisationsverbotes ist dabei ein wichtiger Schritt. Darüber hinaus muss die sachgrundlose Befristung abgeschafft werden. Wenn inzwischen die Mehrheit der Berufseinsteiger*innen zunächst nur einen befristeten Arbeitsvertrag erhält, zeigt das deutlich, dass Handlungsbedarf besteht. In diesem Kontext braucht es aber auch Veränderungen in der Grundsicherung. Die Abschaffung von Sanktionen und die Überprüfung der Zumutbarkeitskriterien für die Aufnahme eines Arbeitsplatzes sind dabei genauso notwendig wie eine Stärkung von Förderangeboten für Erwerbslose. 

Sich für Gute Arbeit einzusetzen ist für mich auch Ausdruck von Solidarität. Solidarität mit denen, die sich Tag für Tag ganz konkret für die Verbesserung von Arbeitsbedingungen von Beschäftigen einsetzen - die Betriebsrät*innen und Gewerkschafter*innen. Es ist Zeit für mehr Solidarität

 
 

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