v.li. Regine Kanis, eine der Stifterinnen, Sonja Gröbe, die Preisträgerin, und Irene Schlotter, LV-Mitglied der ASF Da sie wegen ihres unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatzes bei der eigentlichen Preisverleihung in Meiningen im September nicht da sein konnte, erhielt Sonja Gröbe die Auszeichnung am Mittwoch in Etzdorf (Saale-Holzland-Kreis) verliehen.
Im Rahmen des monatlich stattfindenden Kirchenkaffees der Kirchgemeinde, in der Sonja Gröbe ebenfalls sehr aktiv ist, wurde sie ausgezeichnet. Regine Kanis, eine der Stifterinnen des Preises und durch ihre frühere Arbeit als Landtagsabgeordnete im SHK gut bekannt mit der Preisträgerin, und Irene Schlotter, Mitglied des Landesvorstandes der ASF und Kreistagsmitglied im SHK, überreichten den mit 500€ dotierten Preis. Ingo Lippert, Bürgermeister der Stadt Eisenberg und OV-Vorsitzender der Kreisstadt, überbrachte seine Glückwünsche und ein Päsent für die Preisträgerin.
Sonja Gröbe ist seit Anfang der 1990er Jahre in der Migrationsarbeit tätig. Sie hilft Ausländern mit einem sicheren Aufenthaltstitel, sich in Deutschland zurechtzufinden. Sie unterstützt bei der Suche nach Arbeit, Wohnung oder KiTa-Platz. Sie hilft bei Problemen in der Familie und das oftmals weit über ihre Arbeitszeit hinaus.
Auf einem ganz anderen, aber gesellschaftlich sehr wichtigen Gebiet ist die seit 2009 aktiv. Sonja Gröbe ist Koordinatorin im ambulanten Hospizdienst im Saale-Holzland-Kreis. Sie bildet ehrenamtliche Sterbebegleiter aus, betreut und unterstützt sie bei ihrer wichtigen Arbeit. „Sterbebegleitung ist schweigen, lachen und weinen,“ sagt Sonja Gröbe über die Arbeit mit sterbenden Menschen. Sie auf ihrem letzten Lebensstück zu begleiten und ihnen zu ermöglichen, in ihrer gewohnten Umgebung zu sterben, ist ihr sehr wichtig. „90 Prozent aller Menschen möchten zu Hause sterben,“ berichtet die 1956 geborene Frau. „Tatsächlich sterben 80 Prozent in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen.“ Damit sich das ändert und die Sterbenden und ihre Angehörigen eine Alternative haben, daran arbeite Sonja Gröbe nicht nur haupt-, sondern auch ehrenamtlich. Der Verein zur Förderung der Hospizarbeit in Eisenberg und dem Saale-Holzland-Kreis e.V. hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Arbeit des ambulanten Hospizdienstes bekannter zu machen. Die Vereinsmitglieder gehen auch in Schulen, um mit jungen Menschen zu sprechen und Änste abzubauen. Schließlich gehört das Sterben zum Leben dazu.
Sonja Gröbe is mit ihrem vielfältigen, herzlichen Engagement eine würdige Preisträgerin des ASF-Frauenpreises 2015.