„Bezahlbare Strompreise entstehen durch nachhaltige und dezentrale Versorgung mit Energie.“ Das sagt Frank Weber, der energiepolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, mit Blick auf eine heutige Mitteilung der Thüringer FDP, in der vor stark steigenden Strompreisen gewarnt wird.
„Teure Preise hingegen entstehen durch Stärkung von Monopolstrukturen der großen Versorger, wie die FDP sie stärken will“, so Weber weiter. Mehr als 80 Prozent des Strompreises sei anderen Faktoren als dem Ausbau erneuerbarer Energien geschuldet. Tatsächlich werde der Zubau von erneuerbaren Energien immer günstiger. Jedes weitere Gigawatt Zubau verändere den Strompreis um gerade einmal 0,35 Cent. Die Gewinnmargen der großen Energiekonzerne machten hingegen das zigfache aus. „An dieser Stelle müssen wir ansetzen, um den Strompreis zu senken“, fordert der Energiepolitiker.
Wolfgang Lemb, der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, fügt hinzu: „Was die FDP hier betreibt, ist nichts als Panikmache. Sie verkennt dabei außerdem, dass durch den Ausbau der erneuerbaren Energien in Thüringen tausende neue Arbeitsplätze entstanden sind. Die FDP macht hier, wie leider so oft, reine Klientelpolitik für die großen Stromversorger.“ Natürlich habe aber auch die SPD-Fraktion Interesse an bezahlbaren Strompreisen. Das sei auch für die Thüringer Industrie von großer Bedeutung.